Nachdem die reguläre S-Klasse bereits ein umfassendes Update erhalten hat, legt die Luxusabteilung aus Stuttgart nun nach. Die neueste Iteration der Mercedes-Maybach S-Klasse rollt mit beeindruckenden Neuerungen an den Start, um die anspruchsvollste Kundschaft der Welt bei Laune zu halten. Im Fokus stehen dabei nicht nur technologische Quantensprünge, sondern auch eine radikale Entscheidung bei den Antrieben, die vielen europäischen Autoliebhabern wehtun dürfte.

Kahlschlag unter der Haube: Europas Abschied vom V12

Während in den USA, China und dem Mittleren Osten der prestigeträchtige V12-Biturbo weiterhin seine Runden drehen darf, zieht man hierzulande den Stecker. Die strengen Abgasnormen und verschwindend geringe Verkaufszahlen – in der jüngsten Vergangenheit entschieden sich in Deutschland kaum mehr als hundert Käufer pro Jahr für das Topmodell – besiegeln das Schicksal des hubraumstarken Giganten auf dem Heimatmarkt.

Es gibt jedoch ein kleines Hintertürchen für besonders betuchte und schutzbedürftige Kunden:

  • Wer den extrem schweren Sonderschutz-Maybach mit höchster Panzerung ordert, bekommt auch in Europa weiterhin den 612 PS starken Zwölfender.
  • Alle anderen müssen sich künftig mit dem kräftig überarbeiteten V8-Biturbo zufriedengeben, der nun stattliche 537 PS plus elektrische Mild-Hybrid-Unterstützung liefert.
  • Für die effizienzbewusste Elite steht zudem ein erstarkter Plug-in-Hybrid mit annähernd 600 PS Systemleistung parat.

Der leuchtende Stern und pure Dominanz

Optisch macht der neue Luxusliner keine Gefangenen. Ein nochmals gewachsener und nun auf Wunsch vollständig beleuchteter Kühlergrill sorgt im Rückspiegel für maximales Überholprestige. Dazu gesellen sich überarbeitete Scheinwerfer mit hochauflösender Licht-Technologie, die kleine Markensterne als animierte Grafik auf die Straße zaubern. Ein besonderes Highlight für Traditionalisten: Der ikonische, schwebende Stern auf der Motorhaube thront präsenter denn je über dem Asphalt.

Kino-Feeling mit dem Superscreen

Im Innenraum dominiert künftig ein gigantischer Superscreen das Geschehen. Im Gegensatz zu früheren Layouts bleibt der digitale Tacho direkt vor dem Fahrer ein separates Display, während sich der restliche Bildschirm nahtlos über weite Teile des Armaturenbretts erstreckt. Angetrieben wird das digitale Erlebnis vom hochmodernen Zentralrechner der Marke und extrem leistungsstarken Chips, die auch das autonome Fahren auf das nächste Level heben sollen.

"Die neue Architektur ist ein enormer Schritt für das hochautomatisierte Fahren – mittelfristig wird das System den Fahrer bei Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h auf der Autobahn komplett entlasten können."

Auch der Komfort im Fond erreicht ein völlig neues Niveau. Ob beheizbare Sicherheitsgurte, schier endlose Personalisierungsmöglichkeiten durch Hunderte Farb- und Materialkombinationen oder intelligente Assistenten, die jeden Wunsch von den Augen ablesen – der Maybach bleibt das unangefochtene Nonplusultra deutscher Ingenieurskunst, auch wenn er dabei künftig ein paar Zylinder weniger unter der Haube trägt.