Wer ein Auto baut, das konsequent auf eine traditionelle Heckscheibe verzichtet, scheut keine radikalen Entscheidungen. Genau dieses mutige Konzept hat sich für die schwedisch-chinesische Marke zuletzt extrem ausgezahlt: Mit Zehntausenden verkauften Einheiten hat sich das umstrittene, aber ungemein elegante E-SUV zum absoluten Bestseller des Herstellers gemausert. Um das sportliche Profil noch deutlicher zu betonen, bekommt das Fahrzeug nun nicht nur einen neuen Namen, sondern auch tiefgreifende technische Upgrades.
Fahrdynamik auf neuem Level
Die Umbenennung in "Coupé" ist eine klare Kampfansage an die sportliche Konkurrenz aus München und Stuttgart. Das Update bringt ein spürbar nachgeschärftes Fahrerlebnis mit sich. Durch eine optimierte Abstimmung der aktiven Dämpfer und feine Anpassungen am Fahrwerk soll das flache E-Coupé noch direkter auf Lenkbefehle reagieren und das Handling in Kurven deutlich verbessern.
Zudem profitiert der neue Modelljahrgang von einer hochmodernen 800-Volt-Architektur, die nicht nur extrem schnelle Ladezeiten an der Schnellladesäule ermöglicht, sondern auch die Effizienz des Antriebsstrangs bei sportlicher Fahrweise maßgeblich steigert.
- Einstiegspreis: Ab 59.990 Euro ist die überarbeitete Coupé-Version bestellbar.
- Beschleunigung: In der Topversion geht es weiterhin in atemberaubenden 3,8 Sekunden auf Tempo 100.
- Leistung: Bis zu 544 PS (400 kW) im Dual-Motor-Setup sorgen für ordentlich Vortrieb.
"Die überarbeiteten Modelle sind jetzt noch besser. Mit den gezielten Verbesserungen unterstreichen wir den Performance-Anspruch unseres Bestsellers und machen das Fahrerlebnis intensiver denn je."
Nachhaltigkeit, die man anfassen kann
Neben der reinen Performance rückt das Update die Umweltbilanz noch stärker in den Fokus. Die Marke, die sich ohnehin extrem der Reduktion des CO2-Fußabdrucks verschrieben hat, integriert beim Coupé eine noch größere Menge zirkulärer Materialien in die Serienproduktion.
Die Türverkleidungen bestehen aus Naturfaser-Polypropylen, was den Einsatz von klassischem neuem Kunststoff halbiert und gleichzeitig wertvolles Gewicht spart. Im ohnehin minimalistischen Innenraum ersetzen die Schweden zunehmend erdölbasierte Materialien durch innovative Alternativen – etwa durch ein spezielles bio-attributiertes Vinyl, bei dessen Herstellung Kiefernöl zum Einsatz kommt. Auch die bequemen Sitzbezüge aus 3D-gestricktem, zu 100 Prozent recyceltem PET-Garn zeigen eindrucksvoll, dass sich luxuriöses Wohlfühlambiente und striktes Umweltbewusstsein längst nicht mehr ausschließen.
Der wahre Grund für den neuen Namen?
Dass das bisherige SUV-Coupé nun den Namenszusatz ganz offiziell im Emblem trägt, hat jedoch nicht nur kosmetische Gründe, sondern einen hochspannenden strategischen Hintergrund. Branchenkennern zufolge bereitet der Hersteller den europäischen Markt gerade auf einen Familienzuwachs vor.
Noch in diesem Jahr soll eine weitere Variante unter dem nun freigewordenen, schlichten Namen "Polestar 4" auf den Markt kommen. Hierbei wird es sich voraussichtlich um einen geräumigeren Shooting-Brake oder Kombi handeln, der im Gegensatz zum Coupé wieder über eine klassische Heckscheibe und ein steileres Heck für mehr Kofferraumvolumen verfügt. So schafft die Marke geschickt Platz in der Nomenklatur – und bietet künftig für jeden Alltag das exakt passende Elektro-Modell.