Renaults kompakter Stromer bekommt ein lang erwartetes Facelift. Nachdem der schicke Franzose zuletzt etwas im Schatten des günstigeren Retro-Flitzers R5 stand, wird jetzt mit neuer Optik, optimierter Technik und mehr Reichweite zurückgeschlagen. Erste Prototypen verraten bereits spannende Details und zeigen, dass die Konkurrenz sich warm anziehen muss.

Als der elektrische Megane vor wenigen Jahren auf den Markt kam, läutete er eine völlig neue Design-Ära der Franzosen ein. Doch die Entwicklungszyklen bei E-Autos sind kurz, und die internen Rivalen – allen voran der geräumigere Scenic E-Tech – haben die Messlatte extrem hochgelegt. Nun bereitet der Hersteller eine umfassende Modellpflege vor, um den Kompaktwagen wieder an die Spitze der Verkaufscharts zu katapultieren.

Schärferer Blick und sportliche Kurven

Auf den ersten Blick behält der Stromer seine knackige, SUV-artige Crossover-Silhouette. Wer jedoch genau hinsieht, erkennt an den stark getarnten Erlkönigen modifizierte Front- und Heckpartien.

  • Neue Lichtsignatur: Die Scheinwerfer an der Front wirken frischer und präsentieren sich mit neuen LED-Mustern.
  • Cleane Front: Lufteinlässe am vorderen Stoßfänger wurden dezent überarbeitet, was der Aerodynamik zugutekommen dürfte.
  • Heckdesign: Auch die Heckschürze und die Rückleuchten bekommen ein angepasstes Layout, während die markanten Kunststoff-Türgriffe in der C-Säule offenbar unverändert erhalten bleiben.

Im Innenraum wird ebenfalls mit spürbaren Aufwertungen gerechnet. Neben einem überarbeiteten Lenkrad deuten Branchenstimmen darauf hin, dass wieder mehr physische Knöpfe für essenzielle Funktionen Einzug halten könnten. Das ohnehin exzellente, auf Google basierende Infotainment-System dürfte zudem clevere Software-Updates erhalten.

Mehr Reichweite, aber kein 800-Volt-System?

Unter dem schicken Blechkleid wird es ebenfalls spannend. Zwar führte der Autobauer zuletzt bereits alltagstaugliche Features wie das One-Pedal-Driving und Plug & Charge ein, doch beim Akku könnte noch mehr passieren. Bislang gibt es den Megane in der Topversion mit einem 60-kWh-Akku für bis zu 470 Kilometer Normreichweite. Durch eine verbesserte Zellchemie oder ein geringfügig vergrößertes Akkupaket könnte demnächst sogar die magische Grenze von 500 Kilometern pro Ladung geknackt werden.

"Das Ziel des Updates ist nicht nur ein frisches Gesicht, sondern auch ein greifbarer Vorteil im Alltag – vor allem auf der Langstrecke."

Wer jedoch auf eine ultraschnelle 800-Volt-Architektur für Ladezeiten im Minuten-Takt hofft, muss sich wohl noch gedulden. Aus Kostengründen und zur Reduzierung der technischen Komplexität bleibt der kompakte Franzose voraussichtlich beim bewährten 400-Volt-System. Die revolutionären 800-Volt-Plattformen hebt sich die Marke offenbar konsequent für die nächste Fahrzeuggeneration auf. Ob es im Rahmen des Facelifts eine besonders heiße Sportversion geben wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Der elektrische Megane gehört noch lange nicht zum alten Eisen.