Mazda hat seinen Bestseller komplett neu aufgelegt, und die ersten Testberichte zeichnen ein eindeutiges Bild: Der neue CX-5 (2026) ist erwachsen geworden – vielleicht sogar ein bisschen zu sehr. Mit einem Längenwachstum von gut 11 Zentimetern klopft er nun fast an die Tür der Oberklasse. Das freut Familien, die sich über den riesigen Kofferraum (583 Liter) und üppige Beinfreiheit freuen. Doch mit der schieren Größe kommen auch Fragen auf, die Mazda-Puristen die Stirn runzeln lassen.
Der "Wanderdüne"-Faktor?
Unter der massiven Haube arbeitet zum Marktstart ein 2,5-Liter-Saugbenziner mit Mild-Hybrid-Technik. Das klingt nach Hubraum-Souveränität, doch die Papierform ernüchtert: 141 PS für ein derart gewachsenes Schiff? Die Presse ist sich uneins. Während einige Tester die Laufruhe und das entspannte „Cruisen“ loben, vermissen andere den „Zoom-Zoom“-Faktor schmerzlich.
Der Sprint auf Landstraßentempo dauert über zehn Sekunden – für ein modernes SUV dieser Preisklasse fast eine Ewigkeit. Wer allerdings schwere Lasten ziehen muss, darf aufatmen: Stattliche 2.000 Kilogramm Anhängelast sind in diesem Segment eine echte Ansage und machen den CX-5 zum Zugpferd-Geheimtipp.
Touchscreen-Schock im Cockpit
Die wohl radikalste Änderung findet sich im Innenraum. Jahrelang wurde Mazda dafür gefeiert, dem Touch-Wahn zu widerstehen und am intuitiven Dreh-Drück-Steller festzuhalten. Damit ist nun Schluss. Der neue CX-5 setzt voll auf große Bildschirme (bis zu 15,6 Zoll) und „Google built-in“.
- Das Positive: Google Maps und Sprachsteuerung funktionieren exzellent und besser als je zuvor.
- Das Negative: Die haptische Bedienung ist fast komplett verschwunden. Klimasteuerung und Co. wandern ins Display.
"Wer die blinde Bedienbarkeit der alten Mazdas liebte, muss sich jetzt massiv umgewöhnen."
Fazit: Mehr Nutzwert, weniger Charakter?
Der neue CX-5 ist ein pragmatischer Riese. Er bietet mehr Platz, mehr Komfort und eine moderne digitale Infrastruktur zu einem fairen Startpreis von rund 35.000 Euro. Doch der emotionale Funke, der den Vorgänger so beliebt machte, scheint etwas unter den Touch-Oberflächen und dem gemütlichen Saugmotor begraben zu sein. Für entspannte Vielfahrer und Gespann-Nutzer ist er ein Traum – für sportliche Fahrer eher eine Geduldsprobe.