Der Ruf nach bezahlbaren Elektroautos wird lauter, und die Hersteller müssen liefern. Während andere Marken noch vollmundig günstige Stromer für die Zukunft ankündigen, macht Kia jetzt ernst: Der neue Kia EV2 ist ab sofort bestellbar. Er zielt direkt auf das Segment der urbanen Crossover und positioniert sich als bezahlbare Einstiegsdroge in die Elektromobilität – ohne dabei auf Hightech zu verzichten.
Mit einer kompakten Länge von nur 4,06 Metern schlüpft der in der Slowakei gefertigte EV2 mühelos in enge Großstadtlücken, mimt aber im Innenraum den ganz Großen.
Raumwunder mit „Picnic Box“-Charme
Anstatt den Innenraum mit tristem Hartplastik vollzustopfen, setzt der koreanische Autobauer auf eine wohnliche Wohnzimmer-Atmosphäre mit recycelten Materialien. Ehemalige Fischernetze erleben als Fußmatten ihren zweiten Frühling. Doch das eigentliche Highlight ist die Flexibilität:
- Verschiebbare Rücksitze: Wer die Viersitzer-Konfiguration wählt, erfreut sich an fast einem Meter Beinfreiheit im Fond oder erweitert den Kofferraum auf bis zu 403 Liter.
- Frunk inklusive: Anders als bei vielen Konkurrenten bietet der EV2 einen 15 Liter großen Stauraum unter der Fronthaube – perfekt für das schmutzige Ladekabel.
- Digitales Erlebnis: Ein großzügiges Panoramadisplay, ein KI-Sprachassistent und sogar Videostreaming im Auto gehören zum guten Ton.
„Der EV2 zeigt, dass bezahlbare E-Mobilität nicht den Verzicht auf Komfort und modernste Technologie bedeuten muss.“
Zwei Akkus für Stadt und Land
Unter dem schicken, vom großen Bruder EV9 inspirierten „Opposites United“-Design versteckt sich die bewährte E-GMP-Plattform in einer 400-Volt-Architektur. Kunden haben die Qual der Wahl zwischen zwei Batteriepaketen:
- Standard-Range (42,2 kWh): Diese Variante bietet bis zu 317 Kilometer Reichweite nach WLTP und markiert in der Basisversion „Light“ den Einstiegspreis von spektakulären 26.600 Euro.
- Long-Range (61,0 kWh): Der Langstreckenläufer schafft beeindruckende 453 Kilometer am Stück, ideal für den Wochenendausflug.
Beim Laden zeigt sich das City-SUV ebenfalls pragmatisch. Am DC-Schnelllader fließt der Strom mit bis zu 118 kW in den Akku, womit die Standard-Ladung von 10 auf 80 Prozent rund eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Besonders erfreulich: Erstmals bietet Kia in dieser Klasse optionales 22-kW-Laden für Wechselstrom (AC) an.
Wann kommt er auf die Straße?
Kia lässt sich nicht lange bitten und liefert gestaffelt aus. Bereits im April rollen die ersten Modelle der mittleren Ausstattungslinien „Air“ und „Earth“ mit der kleinen Batterie zu den Händlern. Wer es auf den dicken Akku oder die sportliche „GT-Line“ abgesehen hat, muss sich noch bis Juli gedulden. Die absolute Basisversion für den beworbenen Einstiegspreis folgt dann im Oktober.
Damit ist klar: Das Rennen um das beste bezahlbare E-Auto hat soeben einen neuen, sehr ernstzunehmenden Favoriten bekommen.