Treue Anhänger der japanischen Allrad-Marke müssen jetzt stark sein: Das tiefe Wummern der legendären Boxermotoren weicht zunehmend dem leisen Surren der Elektromobilität. Mit dem völlig neuen Kompakt-SUV Uncharted und einem massiv überarbeiteten Solterra bringt Subaru gleich zwei heiße Eisen auf den deutschen Markt. Vor allem die unerwartete Leistungsexplosion und ein aggressiver Einstiegspreis dürften der Konkurrenz gehörige Sorgenfalten auf die Stirn treiben.

Der Uncharted: Kompakt, günstig und mit Toyota-Genen

Wer an Subaru denkt, denkt fast automatisch an permanenten Allradantrieb und matschige Waldwege. Doch mit dem neuen Uncharted bricht die Marke in völlig neue Gewässer auf – daher wohl auch der treffende Name, der auf Deutsch so viel wie "der Unerforschte" bedeutet. Das Fahrzeug baut auf der bewährten Kooperation mit Toyota auf und teilt sich das technische Fundament mit dem kürzlich vorgestellten C-HR+.

Trotzdem bleibt der Uncharted im Herzen ein echter Subaru. Neben einer charakteristischen Front mit markanten LED-Scheinwerfern punktet der Stromer mit genau den Tugenden, die Stammkunden erwarten. Satte 21 Zentimeter Bodenfreiheit und das hauseigene X-Mode-Allradsystem in den Topversionen sorgen dafür, dass auch abseits befestigter Straßen so schnell nicht Schluss ist.

Doch das wohl schlagkräftigste Argument für den kompakten Crossover ist der Preis:

  • Die Basisvariante mit Frontantrieb startet bei äußerst kompetitiven 36.990 Euro.
  • Dafür gibt es 167 PS (123 kW) Systemleistung und einen 57,7-kWh-Akku.
  • Die Reichweite liegt bei durchaus alltagstauglichen 451 Kilometern.
  • Wer die maximale Performance sucht, greift zur Allrad-Topversion mit satten 343 PS (252 kW), einer größeren 77-kWh-Batterie und einem Sprintvermögen von 0 auf 100 km/h in blitzschnellen 5,0 Sekunden.

"Im Segment der elektrischen Kompakt-SUV beweist der Uncharted echte Offroad-Kompetenz und setzt durch seine Preisgestaltung völlig neue Maßstäbe."

Aus dem Solterra wird eine echte Rakete

Neben dem Neuzugang hat Subaru auch beim Erstlingswerk, dem größeren Solterra, kräftig nachgeschärft. Das SUV musste sich bei seinem Debüt oftmals Kritik wegen bescheidener Praxisreichweiten und einer etwas zurückhaltenden Leistungsentfaltung gefallen lassen. Dieses Kapitel gehört nun der Vergangenheit an.

Die Ingenieure haben aus dem einst zahmen Familien-Stromer ein echtes Kraftpaket gemacht. Statt der bisherigen 218 PS leistet das frisch überarbeitete Modell nun ebenfalls brachiale 343 PS aus zwei Elektromotoren. Das macht sich auf dem Asphalt sofort bemerkbar: In gerade einmal 5,1 Sekunden stürmt der Allradler auf Landstraßentempo.

Gleichzeitig wurde intensiv an der Ladeinfrastruktur an Bord gearbeitet. Eine neue Vorkonditionierung sorgt ab sofort dafür, dass der Akku auch im tiefsten deutschen Winter zuverlässig und schnell am Schnelllader befüllt werden kann. Zudem stieg die WLTP-Reichweite durch ein effizienteres Thermomanagement auf bis zu 511 Kilometer an – immerhin rund zehn Prozent mehr als noch beim Vorgänger.

Die Transformation ist in vollem Gange

Mit dieser schlagkräftigen Doppelstrategie macht der japanische Autobauer deutlich, dass die Elektrifizierung längst kein reines Pflichtprogramm mehr ist. Während puristische Boxer-Fans der alten Schule vielleicht noch ein wenig wehmütig zurückblicken, bietet das neue Duo aus Uncharted und Solterra eine extrem alltagstaugliche, kraftvolle und vor allem wettbewerbsfähig bepreiste Lösung für die Mobilität von morgen.