Während der Verbrenner-3er (intern G50 genannt) seinen klassischen Proportionen treu bleibt, wagt der i3 (NA0) optisch den großen Cut. Erste Vergleiche zeigen: Der E-BMW steht mit einer deutlich flacheren, lang gezogenen Dachlinie im Wind, die ihm eine überaus aerodynamische und gestreckte Silhouette verleiht. Die klassische Verbrenner-Limousine wirkt im direkten Vergleich kompakter und endet am Heck deutlich früher.

Auch der ikonische Hofmeisterknick an der C-Säule wird beim i3 neu interpretiert und fällt weniger steil aus als beim Benziner-Bruder. Wer also auf die traditionelle BMW-Sportlichkeit in der Optik pocht, wird beim Verbrenner fündig – wer den futuristischen Auftritt sucht, greift zum i3.

Reichweiten-Wunder gegen Tankstellen-Nostalgie

Die wahren Unterschiede lauern jedoch unter dem Blech. Der Elektro-Erstaufschlag namens i3 50 xDrive liefert dank Allradantrieb stolze 469 PS (345 kW) und ein massives Drehmoment von 645 Nm. Das eigentliche Highlight ist aber die 800-Volt-Architektur der sechsten eDrive-Generation.

  • Rekordverdächtige Reichweite: Mit bis zu 900 Kilometern nach WLTP-Standard deklassiert der i3 so manchen Reichweiten-Skeptiker.
  • Ultraschnelles Laden: Ladeleistungen von beachtlichen 400 kW ermöglichen es, in nur zehn Minuten rund 400 Kilometer in den Akku zu pressen.

Da stellt sich unweigerlich die Frage, wer auf der Langstrecke überhaupt noch einen klassischen Diesel benötigt.

Was passiert mit Benzin und Diesel?

Trotz der massiven Elektro-Offensive aus dem Münchner Stammwerk, wo der i3 ab August 2026 vom Band rollt, ist der Verbrennungsmotor noch nicht am Ende. Der Hersteller fährt weiterhin eine Doppelstrategie, um jene Kunden nicht zu verprellen, die noch nicht bereit für den Stecker sind. Die Motoren der G50-Reihe werden dafür umfassend überarbeitet, wobei Mildhybrid-Technik zunehmend den Ton angibt. So wird etwa der bisherige M340i durch den neuen M350 mit einem elektrifizierten Sechszylinder abgelöst.

"Der Wandel zur Elektromobilität ist unaufhaltsam, doch der Übergang gelingt am besten durch Technologieoffenheit, bei der die traditionelle Basis nicht ignoriert wird."

Am Ende bleibt den Käufern die sprichwörtliche Qual der Wahl: Entscheidet man sich für das technologische Raumschiff der neuen Generation oder bleibt man dem vertrauten, kraftvollen Verbrenner-Klassiker treu?