Lange wurde spekuliert, nun ist die Katze aus dem Sack: Der bayerische Autobauer hat das Tuch von seiner wohl wichtigsten Neuheit dieses Jahrzehnts gezogen. Der neue BMW i3 ist offiziell vorgestellt und läutet eine völlig neue Ära für die elektrische Mittelklasse ein. Wer beim Namen i3 an den polarisierenden Kleinwagen mit Karbonkarosserie und gegenläufigen Türen denkt, muss ab sofort umdenken. Der neue i3 ist das elektrische Herzstück der Marke – das rein batteriebetriebene Pendant zum legendären 3er.

Basierend auf der völlig neu entwickelten Architektur der sogenannten „Neuen Klasse“ verspricht der Hersteller Superlative, die nicht nur die heimische Konkurrenz ins Schwitzen bringen dürften.

Ein Langstreckenwunder mit 800-Volt-Technik

Die nun veröffentlichten technischen Daten lesen sich wie eine Kampfansage an die gesamte Elektrobranche. Dank aerodynamischem Feinschliff und hocheffizienter Batteriezellen der sechsten Generation soll die Limousine bis zu 900 Kilometer nach WLTP-Standard mit nur einer einzigen Akkuladung bewältigen. Doch nicht nur die enorme Ausdauer beeindruckt, sondern auch das Ladetempo:

  • Ultraschnelles Laden: Mit bis zu 400 kW Ladeleistung an entsprechenden DC-Säulen gehört der i3 zur absoluten Spitzenklasse auf dem Markt.
  • Kaffeepausen-Kurve: In irrwitzigen zehn Minuten lassen sich bis zu 400 Kilometer Reichweite in den Akku pressen.
  • Bidirektionales Laden: Bei Bedarf verwandelt sich das Fahrzeug in eine rollende Powerbank, die etwa das Eigenheim mit Strom versorgen kann.

Zum Marktstart debütiert unter anderem der sportliche Ableger i3 50 xDrive. Hier sorgen zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse für einen Allradantrieb, der satte 469 PS und ein maximales Drehmoment von 645 Newtonmetern auf den Asphalt brennt.

Shark-Nose und ein völlig neues Cockpit

Optisch geht die 4,76 Meter lange Limousine eigene Wege, bewahrt aber die markentypischen Proportionen mit langem Radstand und kurzen Überhängen. Das klassische Drei-Box-Design weicht einer fließenden 2,5-Box-Form. Besonders auffällig ist die Frontpartie: Die ikonische Doppelniere verschmilzt nun nahtlos mit den Scheinwerfern zu einem digitalen Breitbild-Element. Die nach vorne geneigte „Shark-Nose“ verleiht dem Stromer zudem eine überaus aggressive, dynamische Präsenz.

Im Innenraum verabschieden sich die Designer von klassischen Rundinstrumenten. Stattdessen dominiert das neue, über die gesamte Breite der Windschutzscheibe reichende Head-up-Display, welches alle wichtigen Informationen direkt in das Sichtfeld projiziert.

„Das Ziel ist nicht nur ein neues Auto, sondern ein technologischer Quantensprung, der die Fahrfreude auf ein völlig neues Level hebt.“

Produktionsstart im Herzen von München

Gebaut wird der neue Hoffnungsträger ab August 2026 direkt im Stammwerk in München. Damit ist der i3 nicht nur technologisch, sondern auch strategisch ein enormer Meilenstein für den Automobilstandort Deutschland. Die ersten Fahrzeuge sollen bereits im Herbst 2026 an die Kunden ausgeliefert werden. Ob der Elektro-3er seine ambitionierten Versprechen im Alltag halten kann und der Konkurrenz endgültig davonfährt, wird sich dann auf der Straße zeigen.