Damit hat wohl niemand gerechnet: Wer sich den neuen, rein elektrischen BMW i3 sichern will, muss nicht bis zum Herbst warten. Wie aus Branchenkreisen durchgesickert ist, öffnet BMW die Bestellbücher für die exklusive „1st Edition“ der Elektro-Limousine bereits an diesem Donnerstag, dem 18. Juni 2026.

Der Grund für das eilige Vorpreschen der Münchner ist der schiere Wahnsinn auf dem Kundensektor. Seit das Design des i3 Mitte März offiziell enthüllt wurde, überschlagen sich die positiven Reaktionen. Nicht nur in Deutschland und Europa rennen potenzielle Käufer den Händlern die Bude ein, auch in China – wo das Modell jüngst auf der Automesse in Peking debütierte – ist das Interesse gigantisch. BMW-Vertriebsvorstand Jochen Goller sprach laut Berichten von einer Resonanz, die selbst das extrem erfolgreiche Elektro-SUV iX3 nochmals deutlich in den Schatten stellt.

Technische Kampfansage: 900 Kilometer Reichweite und Rekord-Laden

Die Eckdaten der neuen E-Limousine, die auf der hochentwickelten 800-Volt-Architektur der „Neuen Klasse“ steht, lassen die Konkurrenz von Tesla, BYD oder Xiaomi tatsächlich alt aussehen. BMW meint es ernst mit dem Angriff auf die automobile Oberliga.

Zum vorgezogenen Bestellstart schicken die Bayern die bärenstarke Allrad-Variante i3 50 xDrive ins Rennen:

  • Leistung: Satte 345 kW (469 PS) sorgen für sportwagenähnliche Fahrleistungen und reichlich Fahrspaß.
  • Reichweite: Mit einer prognostizierten WLTP-Reichweite von bis zu 900 Kilometern dank des rund 100 kWh großen Akkus wird die Angst vor dem Liegenbleiben endgültig begraben.
  • Ladezeit: Das 800-Volt-System stemmt eine Peak-Ladeleistung von bis zu 400 kW. Damit lässt sich der Akku in nur 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent füllen.

Für die nötige Dynamik sorgt der neue, hochmoderne Zentralrechner namens „Heart of Joy“, der die Fahrdynamikregelung auf ein völlig neues Level heben soll. Im Innenraum blicken Fahrer auf das wegweisende „BMW Panoramic iDrive“ – ein Display, das sich über die gesamte Breite der Windschutzscheibe erstreckt.

Wann wird geliefert – und was kostet der Spaß?

Trotz des vorgezogenen Bestellstarts bleibt beim Produktionsplan alles beim Alten. Der offizielle Serienstart im BMW-Stammwerk in München ist für den kommenden August geplant. Wer also am Donnerstag schnell ist, könnte zu den Ersten gehören, die ihren neuen Elektro-Dreier noch im Spätherbst oder Winter in Empfang nehmen dürfen.

Offizielle Preise hat BMW für den i3 50 xDrive zwar noch nicht verraten, doch Experten und Händlerkreise rechnen mit einem Einstiegspreis von etwa 65.000 bis 70.000 Euro für die üppig ausgestattete Erstauflage.

"Mit dem i3 will BMW dem Segment der Mittelklasse-Limousinen zu einem echten neuen Aufschwung verhelfen."

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings im sonst so futuristischen Cockpit: Erste Tester bemängelten die Touch-Tasten am Lenkrad der höheren Ausstattungslinien, die haptisch und funktional nicht ganz das gewohnte Premium-Niveau von BMW erreichen sollen. Dennoch zeigt sich die Marke mit der „Neuen Klasse“ so angriffslustig wie lange nicht mehr.