Der Kauf eines Maserati Ghibli ist vor allem eine Entscheidung für langfristigen Besitz eines nicht mehr zukunftsorientiert erneuerten Limousinenkonzepts. Die letzte Generation wurde über viele Jahre gebaut; besonders der 334 Ultima markierte den Abschied vom Maserati-V8, der laut Stellantis-Maserati als limitierte Schlussedition für Ghibli und Levante aufgelegt wurde.
Wenn du kaufst, solltest du deshalb nicht nur auf Ausstattung und Laufleistung achten, sondern auch darauf, welcher Antrieb zu deinem langfristigen Nutzungsprofil passt. Der GT mit Vierzylinder-Mildhybrid wirkt im Unterhalt am gemäßigteren Ende der Baureihe, während Modena und 334 Ultima stärker auf Fahrleistung und Sammlerreiz setzen. Für lange Autobahnstrecken, seltene Nutzung und emotionale Bindung kann der Ghibli als Kauf sinnvoll sein. Für einen rein rationalen Alltagswagen ist er weniger passend: Verbrauch, Versicherung, Reifen, Wartung und mögliche Ersatzteilthemen sind wichtiger als bei verbreiteten Premium-Limousinen. Auch ein kommender Maserati-Limousinen-Nachfolger könnte die Wahrnehmung des Ghibli verändern, ohne ihn automatisch wertstabil zu machen.