Lange wurde gerätselt, wie viel vom vielversprechenden Konzeptfahrzeug ID.2all am Ende tatsächlich auf der Straße landen wird. Nun geben durchgesickerte Aufnahmen aus den sozialen Netzwerken die Antwort – und die dürfte viele Fans der Marke aufatmen lassen. Volkswagen setzt beim neuen kompakten Stromer auf Altbewährtes.

Schluss mit dem kugeligen ID-Design

Die geleakten Bilder zeigen ein Fahrzeug, das bewusst auf aufregende, aber unpraktische Zukunftsspielereien verzichtet. Statt winziger Kamera-Außenspiegel gibt es wieder handfeste Rückspiegel, und die Linienführung erinnert stark an den klassischen Verbrenner-Polo.

Unter der Leitung des aktuellen Designchefs wurde dem kompakten Elektroauto ein konservativeres, vertrautes Gesicht verpasst. Damit zieht der Konzern offensichtlich einen Schlussstrich unter die oft kritisierte, recht rundliche Formensprache der bisherigen ID-Modelle und macht den ID. Polo zu einem Auto, das optisch kaum noch als reines Elektrofahrzeug auffällt.

Der ID. Polo GTI: Rote Streifen und 226 PS

Besonders spannend für sportliche Fahrer sind die Aufnahmen des ID. Polo GTI. Der Kompaktsportler macht seinem legendären Kürzel alle Ehre:

  • Markante rote Zierleisten unter den Scheinwerfern und quer über den geschlossenen LED-Grill.
  • Sportliche Frontschürze mit wabenförmigem Gittermuster und beleuchteten Elementen.
  • Große Leichtmetallfelgen und abgesetzte schwarze Details.

Unter dem Blech soll die Performance ebenfalls stimmen. Basierend auf der weiterentwickelten MEB+-Plattform, soll das GTI-Modell mit einem 166 kW (226 PS) starken Elektromotor an der Vorderachse aufwarten. Auch eine elektronische vordere Differenzialsperre wird integriert, um die Kraft ordentlich auf den Asphalt zu bringen.

Viel Reichweite für 25.000 Euro?

Auch die Basisversionen des elektrischen Polo versprechen einiges. Den Gerüchten zufolge sollen verschiedene Leistungsstufen von 85 kW bis 155 kW angeboten werden. Bei den Batterien haben Kunden voraussichtlich die Wahl zwischen einem günstigeren 37-kWh-Akku und einem 52-kWh-Speicher. Letzterer soll Reichweiten von bis zu 450 Kilometern ermöglichen.

"Das Ziel ist nicht nur billige Elektromobilität, sondern ein vertrautes Fahrgefühl im Alltag."

Ob VW das ambitionierte Preisversprechen von rund 25.000 Euro für das Einstiegsmodell direkt zum Vorverkaufsstart halten kann, bleibt abzuwarten. Möglicherweise werden zuerst nur die teureren Varianten mit größerer Batterie angeboten. Die offizielle Vorstellung dürfte nun, da die Katze aus dem Sack ist, nicht mehr lange auf sich warten lassen.