Die Zeiten, in denen neue Elektroautos fast unerschwinglich schienen, könnten bald vorbei sein. Mit dem frischen Kompakt-SUV ID.Cross – dem höhergelegten Bruder des kommenden elektrischen Einstiegsmodells – visiert der Konzern genau das Segment an, in dem die Kunden derzeit am lautesten nach bezahlbaren Alternativen rufen. Der Marktstart für den neuen Hoffnungsträger ist für Herbst 2026 angesetzt.

Platzwunder auf vier Metern

Obwohl das Modell mit einer stadtfreundlichen Länge von rund 4,16 Metern sehr handlich ausfällt, zeigt sich der kleine Stromer im Inneren als echtes Raumwunder. Der Clou der neuen Architektur: Der Elektromotor sitzt an der Vorderachse, was dem Heckbereich enorm zugutekommt.

  • Stolze 450 bis 470 Liter fasst der reguläre Kofferraum.
  • Ein zusätzliches Fach unter dem Ladeboden schluckt Ladekabel und Kleinkram mühelos.
  • Fünf Personen sollen in dem kompakten Hochsitzer bequem Platz finden.

Drei Leistungsstufen und schnelles Laden

Wer bei dem günstigen Einstiegspreis von 27.990 Euro an eine Verzichtserklärung denkt, irrt gewaltig. Schon in der Grundausstattung liefert das Modell mit einem 37-kWh-Akku auf LFP-Basis und 116 PS (85 kW) genügend Leistung für den Alltag. Die Reichweite der Basisversion dürfte sich bei grundsoliden 300 Kilometern einpendeln. Wer mehr will, greift zur größeren 52-kWh-Batterie und knackt damit laut internen Angaben sogar die Marke von 430 Kilometern.

Auch an der Ladesäule muss man keine Ewigkeiten einplanen. Die kleine Batterie zieht mit bis zu 90 kW Strom, der große Akku schafft sogar noch etwas mehr.

"Der Ladehub von 10 auf 80 Prozent ist beim Schnellladen in rund 27 Minuten erreicht – perfekt für eine kurze Kaffeepause auf der Langstrecke."

Das Comeback der echten Knöpfe

Im Innenraum hat man in Wolfsburg offenbar aus der harten Kritik der Vergangenheit gelernt. Statt unbeleuchteter Touch-Slider und unpraktischer Sensorflächen auf dem Lenkrad gibt es im ID.Cross ein Wiedersehen mit klassischen, echten Tasten. Gepaart wird dieses intuitive Bedienkonzept mit modernster Technik: Ein 13 Zoll großes Zentraldisplay steuert das neue, reaktionsschnelle Infotainment-System, während hinter dem Lenkrad ein 11-Zoll-Monitor alle wichtigen Fahrdaten übersichtlich darstellt.

Ob der ID.Cross damit zum großen Retter der Absatzzahlen wird, bleibt abzuwarten. Doch das Gesamtpaket aus Reichweite, Platz und einem Einstiegspreis deutlich unter der magischen 30.000-Euro-Grenze hat definitiv das Zeug zu einem echten Bestseller auf deutschen Straßen.