Polestar legt bei seinem Flaggschiff, dem Elektro-SUV Polestar 3, kräftig nach und schickt das Modelljahr 2026 mit einem massiven Technik-Update ins Rennen. Im Fokus stehen nicht etwa dezenten optischen Spielereien, sondern handfeste Verbesserungen bei Leistung, Ladegeschwindigkeit und Software. Besonders erfreulich: Auch wer das Fahrzeug bereits gekauft hat, geht bei den Neuerungen nicht leer aus.
Sprung auf 800 Volt: In 22 Minuten auf 80 Prozent
Die wohl wichtigste Neuerung ist der Wechsel von der bisherigen 400-Volt- auf eine hochmoderne 800-Volt-Elektroarchitektur. Das ermöglicht nun ein DC-Schnellladen mit einer Spitzenleistung von bis zu 350 kW. Ein typischer Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent der Batteriekapazität lässt sich so in flotten 22 Minuten erledigen – eine Zeitersparnis von mehr als 25 Prozent im Vergleich zum Vorgänger.
Unterstützt wird das Ganze durch die neue Software „Breathe Charge“, die den Batteriezustand in Echtzeit überwacht und die Ladekurve dynamisch anpasst, um das Tempo bei gleichzeitig maximaler Batterieschonung zu optimieren.
Mehr Power und höhere Effizienz
Nicht nur an der Ladesäule, auch auf der Straße zeigt sich das Schweden-SUV erstarkt. Alle Modelle bekommen einen neu entwickelten Elektromotor an der Hinterachse, der die Systemleistung spürbar anhebt. Die Performance-Variante bringt nun stolze 500 kW (680 PS) auf den Asphalt.
- Um Strom zu sparen, koppelt sich der Frontmotor bei Nichtbedarf im Alltag automatisch ab.
- Das neue Antriebs-Setup verbessert die Effizienz im WLTP-Zyklus um bis zu sechs Prozent.
- Die Hochvoltbatterien von CATL fassen nun je nach Version 92 kWh oder 106 kWh.
Gleichzeitig räumt der Hersteller das Portfolio auf. Die neuen Bezeichnungen lauten künftig schlicht und übersichtlich: Rear Motor, Dual Motor und Performance.
Achtfache Rechenleistung – als Geschenk für Bestandskunden
Ein weiteres Highlight ist das massiv aufgerüstete „Gehirn“ des Autos. Der bisherige Chip weicht dem neuen NVIDIA DRIVE AGX Orin-Prozessor. Damit steigt die Rechenleistung von 30 auf gigantische 254 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde (TOPS). Das sorgt für extrem schnelle Datenverarbeitung, flüssigere Infotainment-Systeme und eine noch intelligentere Steuerung der Assistenzsysteme.
Der absolute Knaller ist jedoch das Vorgehen des Autobauers bei Bestandskunden: Wer bereits einen Polestar 3 des Modelljahres 2025 besitzt, bekommt den neuen Zentralcomputer als kostenlose Nachrüstung direkt ins Auto gepflanzt.
„Die Upgrades beim Polestar 3 sind so umfangreich, es ist fast wie ein komplett neues Auto. Wir halten damit unser Versprechen, durch kontinuierliche Hard- und Software-Updates echten Mehrwert zu schaffen.“
Damit zeigt die schwedische Performance-Marke eindrucksvoll, wie zeitgemäße Elektromobilität funktionieren kann: durch kluge, zukunftssichere Technologie, die auch nach dem Kauf nicht zum alten Eisen gehört.