Es ist eines der offenen Geheimnisse der Automobilbranche: Der Suzuki Across ist technisch ein Zwilling des Toyota RAV4 Plug-in Hybrid. Doch während andere Hersteller ihre Nischenmodelle oft still und leise auslaufen lassen, geht Suzuki in die Offensive. Trotz überschaubarer Zulassungszahlen in der Vergangenheit präsentieren die Japaner nun eine Neuauflage ihres Topmodells, die es in sich hat.

Mehr Akku, mehr Freiheit

Die wichtigste Nachricht steckt unter dem Blech: Der neue Across erhält ein signifikantes Batterie-Update. Statt des bisherigen 18,1-kWh-Akkus soll nun ein Energiespeicher mit 22,7 kWh Kapazität verbaut sein. Das Resultat ist eine elektrische Reichweite, die im Alltag einen echten Unterschied macht: Über 100 Kilometer sollen nun rein elektrisch möglich sein. Damit wandelt sich das SUV vom Teilzeit-Stromer zum ernstzunehmenden Elektro-Ersatz für Pendler, ohne die Langstreckenangst eines reinen BEV.

Die Kraft der zwei Herzen

Bei der Leistung geht Suzuki keine Kompromisse ein. Das bewährte Rezept bleibt bestehen:

  • Ein 2,5-Liter-Benziner als Basis.
  • Zwei kräftige Elektromotoren (einer pro Achse).
  • Systemleistung von satten 304 bis 306 PS.

Damit sprintet das Familien-SUV in gut sechs Sekunden auf Landstraßentempo. Der elektrische Allradantrieb „E-Four“ sorgt dabei dafür, dass die Kraft auch bei Nässe oder Glätte souverän auf die Straße kommt.

Optik und Ausstattung: Alles drin, alles dran

Äußerlich gibt sich der Neue durch eine überarbeitete Frontpartie zu erkennen. Der Stoßfänger wurde geglättet, die Lufteinlässe wirken dezenter – ein Versuch, dem Across ein eigenständigeres Gesicht im Vergleich zum Toyota-Spender zu geben. Im Innenraum bleibt es bei der Suzuki-typischen „Volle Hütte“-Philosophie: Während man bei der Konkurrenz für jedes Extra ein Kreuzchen machen muss, rollt der Across in der Regel fast voll ausgestattet zum Händler – inklusive 10,5-Zoll-Touchscreen und digitalen Instrumenten.

„Trotz geringer Verkaufszahlen hält Suzuki am Topmodell fest.“

Mit einem erwarteten Preis im Bereich von knapp 60.000 Euro bleibt der Across zwar ein teures Vergnügen, relativiert dies aber durch seine lückenlose Ausstattung und die nun deutlich gesteigerte E-Reichweite.