Der bayrische Autobauer hat seinem vollelektrischen Aushängeschild eine umfassende Modellpflege verpasst. Dabei ändert sich nicht nur die Namensgebung der Modelle, sondern auch die Technik tief unter dem Blechkleid.
Drei Allrad-Versionen zum Marktstart
Die wohl wichtigste Nachricht für Käufer: Den günstigeren Heckantrieb des Vorgängers gibt es nicht mehr. Künftig rollt der Elektro-7er ausschließlich mit xDrive-Allradantrieb auf die Straßen. Zur Wahl stehen drei Leistungsstufen, die es in sich haben:
- BMW i7 50 xDrive: Das neue Einstiegsmodell startet bei 121.400 Euro. Zwei Elektromotoren liefern gemeinsam 335 kW (455 PS) und beschleunigen das Schwergewicht in 5,5 Sekunden auf Tempo 100.
- BMW i7 60 xDrive: Für mindestens 140.100 Euro gibt es 400 kW (544 PS). Der Sprint auf 100 km/h gelingt hier in sportlichen 4,8 Sekunden.
- BMW i7 M70 xDrive: Das unumstrittene Topmodell verlangt nach einem sehr dicken Geldbeutel – stolze 182.400 Euro werden fällig. Dafür katapultieren gewaltige 500 kW (680 PS) und 1.015 Newtonmeter Drehmoment die Limousine in nur 3,8 Sekunden auf Landstraßentempo.
Hightech-Zellen bringen ein spürbares Reichweiten-Plus
Spannend wird es beim Energiespeicher. BMW nutzt künftig neuartige Rundzellen, die eigentlich für die Fahrzeuggeneration der sogenannten "Neuen Klasse" entwickelt wurden. Dadurch wächst die nutzbare Akkukapazität auf üppige 112,5 kWh an. Das Resultat: Die Reichweite klettert beim reichweitenstärksten Modell, dem i7 50 xDrive, auf bis zu 728 Kilometer nach WLTP-Norm – ein deutlicher Zugewinn im Vergleich zum Vorgänger.
Ein Wermutstropfen beim Laden
Trotz der hochmodernen Zellen gibt es eine kleine Enttäuschung für Technik-Enthusiasten. Wer gehofft hat, dass das Facelift die ultraschnelle 800-Volt-Architektur der kommenden Elektro-Kompaktmodelle erbt, wird enttäuscht.
"Trotz der modernen Batteriezellen bleibt die Basisarchitektur des i7 beim klassischen 400-Volt-System, was die Ladeleistung limitiert."
Die maximale Ladeleistung verharrt somit bei 250 kW. Dennoch verspricht der Hersteller, dass der riesige Akku unter Idealbedingungen in rund 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent gefüllt ist.
Luxus pur im Innenraum
Auch im Fond und im Cockpit hat sich einiges getan. Ein neues Lenkrad sowie der nun serienmäßige Beifahrer-Bildschirm werten das Fahrerlebnis in der ersten Reihe auf. Hinten sorgt eine neue Ambientebeleuchtung an den Rückenlehnen der Vordersitze für eine noch exklusivere Wohlfühlatmosphäre. Bestellt werden kann die aufgefrischte Limousine ab Ende Mai, bevor ab Juli die Produktion im bayerischen Werk Dingolfing anläuft.