Der rasante Aufstieg von BYD auf dem deutschen Markt gewinnt immer weiter an Dynamik. Mit einer klugen Modellpolitik und einer hocheffizienten Antriebstechnologie setzt der chinesische Hersteller die europäische und japanische Konkurrenz massiv unter Druck. Besonders im Segment der Plug-in-Hybride (PHEV) hat sich BYD zu einer dominierenden Kraft entwickelt – angeführt vom geräumigen Kompakt-SUV Seal U DM-i, das im Juli erneut seine Position als meistverkaufter Plug-in-Hybrid in Deutschland verteidigen konnte.

Die Preis-Leistungs-Klatsche für den VW Tiguan

Wie empfindlich BYD die deutsche Konkurrenz trifft, zeigt ein direkter Vergleich mit dem ewigen Klassenprimus Volkswagen. Der VW Tiguan eHybrid steht in Deutschland für solide deutsche Ingenieurskunst, verlangt seinen Käufern beim Händler aber auch einiges ab. In der Anschaffung startet der teilelektrische Wolfsburger erst bei stolzen 48.655 Euro. Dafür liefert VW eine Systemleistung von 204 PS (150 kW).

An dieser Stelle setzt BYD zum Frontalangriff an:

  • Der BYD Seal U DM-i in der Einstiegsvariante „Boost“ steht mit einer Systemleistung von 218 PS (160 kW) im Datenblatt.
  • Preislich startet der chinesische Herausforderer laut Liste bereits ab 39.990 Euro.
  • Das bedeutet eine Ersparnis von exakt 8.665 Euro bei gleichzeitig 14 PS mehr Leistung als beim Wolfsburger Konkurrenten!

Selbst wer zur absoluten Top-Version „Design“ des Seal U DM-i greift – die mit Allradantrieb und brachialen 324 PS (238 kW) aufwartet –, zahlt mit 45.990 Euro Listenpreis immer noch exakt 2.665 Euro weniger als für den nackten Basis-Hybrid von Volkswagen.

Auch Toyota spürt den harten Gegenwind

Nicht nur Wolfsburg gerät ins Wanken, auch in Japan schrillen die Alarmglocken. Toyota hat die sechste Generation seines SUV-Bestsellers RAV4 an den Start gebracht. Doch der neue Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid in der Einstiegsversion „Teamplayer“ schlägt mit mindestens 49.990 Euro zu Buche. Obwohl er mit ordentlicher Systemleistung aufwartet, ist der preisliche Abstand zum BYD Seal U DM-i mit glatt 10.000 Euro Differenz schlichtweg gewaltig.

Selbst der klassische RAV4-Vollhybrid ohne Stecker ist mit einem Einstiegspreis von 43.990 Euro um stolze 4.000 Euro teurer als der voll ladefähige Plug-in-Hybrid aus China in der Boost-Variante. Angesichts dieser Zahlen verwundert es kaum, dass die deutschen Kunden zunehmend zu den BYD-Modellen greifen.

Jedes zehnte Plug-in-Modell stammt von BYD

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den rasanten Aufstieg der Marke ist das immer dichter werdende Vertriebsnetz in Deutschland, das mittlerweile rund 230 Standorte umfasst. Zudem gelingt es BYD zunehmend, den so wichtigen Privatkundenmarkt zu erobern: 56,3 Prozent der Neuzulassungen entfielen zuletzt auf private Käufer.

Patrick Schulz, Commercial Director und Deputy Country Manager BYD Deutschland, kommentiert den jüngsten Meilenstein sichtlich erfreut:

„Die Zulassungszahlen im Juli unterstreichen eindrucksvoll, dass sich BYD weiterhin auf einem klaren Wachstumskurs befindet. Jedes zehnte in Deutschland neu zugelassene Plug-in-Modell kommt von BYD.“

Und der Seal U DM-i ist nicht die einzige Speerspitze. Mit dem kompakten BYD Atto 2 DM-i hat der Hersteller bereits ein zweites heißes Eisen im Feuer, das sich im Juli ebenfalls einen Platz in den Top 10 der Plug-in-Hybride sichern konnte. Für VW, Toyota und Co. hat der Kampf um die Vorherrschaft bei den Hybrid-Antrieben längst eine neue, extrem ungemütliche Phase erreicht.