Beim Kauf des Ferrari SF90 steht weniger die reine Leistung im Vordergrund als die Frage, ob du langfristig mit einem abgelösten, technisch sehr komplexen Plug-in-Hybrid-Ferrari leben möchtest. Der SF90 Stradale wurde durch den 849 Testarossa ersetzt; Ferrari beschreibt den neuen 849 ausdrücklich als Nachfolger und nennt weiterhin das Grundkonzept aus V8-Biturbo, drei Elektromotoren und Plug-in-Hybridtechnik. Für Käufer macht das den SF90 besonders spannend, aber auch anspruchsvoll: Er ist ein Meilenstein in Ferraris Elektrifizierungsphase, zugleich steht bereits die nächste Entwicklungsstufe daneben.
Langfristiger Besitz passt, wenn du den SF90 bewusst als Hightech-Supersportwagen pflegst, trocken und sicher abstellst, die Hybridkomponenten regelmäßig warten lässt und die Batterie nicht dauerhaft vernachlässigst. Als Alltagsauto ist er trotz elektrischem Fahrmodus nur eingeschränkt geeignet: wenig Stauraum, geringe Bodenfreiheit, hohe Breite und sehr hohe Fahrleistungen prägen die Nutzung stärker als der Plug-in-Antrieb. Beim Kauf solltest du Spezifikation, Wartungshistorie, Garantieprogramme für Hybridkomponenten und die Abgrenzung zum 849 Testarossa besonders genau vergleichen.