Einleitung
Seit 1997 ist der Subaru Forester eine feste Größe für alle, die ein verlässliches Arbeitsgerät suchen. In der sechsten Generation bleibt sich der Japaner treu und setzt weiterhin auf die bewährte Kombination aus Boxermotor und permanentem Allradantrieb. Er positioniert sich als robuster Begleiter für Förster, Jäger und Bewohner bergiger Regionen, bietet aber nun mehr Komfort und modernere Sicherheitsfeatures.
Design & Verarbeitung
Optisch wirkt der Forester 2025 moderner, ohne seine rustikale Identität zu verlieren. Ein dominanterer Kühlergrill und weit ausgestellte Radhäuser unterstreichen den Offroad-Charakter. Mit einer Bodenfreiheit von 22 Zentimetern spielt er beinahe in der Liga echter Geländewagen. Die Verarbeitung ist auf Langlebigkeit ausgelegt: Robuste Materialien dominieren den Innenraum, ergänzt durch angenehme Soft-Touch-Oberflächen in den höheren Ausstattungslinien.
Innenraum & Komfort
Das Raumgefühl ist dank der großen Fensterflächen und schmalen Dachsäulen überragend. Der Ein- und Ausstieg gelingt durch weit öffnende Türen mühelos. Vorn wie hinten genießen Passagiere großzügige Platzverhältnisse, wobei besonders die Beinfreiheit im Fond hervorsticht. Der Kofferraum bietet offiziell bis zu 508 Liter Volumen für Outdoor-Equipment oder Reisegepäck. Die Rücksitze lassen sich einfach umklappen, um ein dachhohes Ladevolumen von bis zu 1.731 Litern freizugeben.
Infotainmentsystem
Subaru geht beim Bedienkonzept einen eigenen Weg. Während ein 11,6-Zoll-Touchscreen im Hochformat zentrale Funktionen übernimmt, bleiben wichtige Regler für Lautstärke und Temperatur physisch erhalten und sind blind bedienbar. Ein Highlight für Traditionalisten sind die analogen Rundinstrumente hinter dem Lenkrad, die eine exzellente Ablesbarkeit bieten. Das System unterstützt kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, reagiert jedoch manchmal etwas träge auf Eingaben.
Antrieb & Fahrverhalten
Unter der Haube arbeitet ein 2,0-Liter-Mildhybrid-Boxer mit 136 PS. In Kombination mit dem stufenlosen Lineartronic-Getriebe ergibt sich ein sehr ruhiger, aber eher gemächliches Fahrverhalten. Mit 12,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h ist der Forester kein Dynamiker. Seine wahre Stärke zeigt er abseits des Asphalts: Der X-Mode und der permanente Allradantrieb sorgen für beeindruckende Traktion auf Schlamm, Schnee und Schotter.
Verbrauch & Unterhalt
Die Effizienz gehört nicht zu den Kernkompetenzen des Boxermotors. Im Alltag fließen oft über 8 Liter Super durch die Leitungen, auf der Autobahn auch deutlich mehr. Gepaart mit einem recht kleinen 48-Liter-Tank führt dies zu einer begrenzten Reichweite von rund 600 Kilometern. Positiv hervorzuheben ist die fünfjährige Herstellergarantie bis 160.000 Kilometer, die für Vertrauen in die langfristige Zuverlässigkeit des Japaners sorgt.
Sicherheit & Assistenzsysteme
Das verbesserte EyeSight-Sicherheitssystem gehört zur Serienausstattung. Es überwacht das Verkehrsgeschehen zuverlässig durch Weitwinkelkameras und leitet im Notfall autonome Bremsungen ein. Ein Kritikpunkt ist der sehr wachsame Aufmerksamkeitsassistent, der bereits kurzes Wegschauen mit akustischen Warnsignalen quittiert. Dennoch arbeiten Systeme wie die Verkehrszeichenerkennung und die 360-Grad-Kamera insgesamt präzise und erhöhen das Sicherheitsniveau spürbar.
Fazit
Der neue Subaru Forester ist ein ehrliches Auto für eine klare Zielgruppe. Wer ein komfortables SUV mit echten Geländetalenten, hoher Zuverlässigkeit und bester Rundumsicht sucht, wird hier fündig. Den durstigen Antrieb und die beschauliche Beschleunigung muss man dafür als Teil des Gesamtpakets akzeptieren. Er bleibt ein spezialisiertes Werkzeug, das dort weiterfährt, wo andere moderne Lifestyle-SUV längst aufgeben und umkehren müssen.