Einleitung

Der KGM Korando, ehemals als SsangYong bekannt, ist ein echter Geheimtipp im Segment der Kompakt-SUVs. Mit einer Länge von rund 4,45 Metern tritt er gegen etablierte Größen wie den VW Tiguan oder Hyundai Tucson an. Trotz seiner Rolle als Exot auf deutschen Straßen überzeugt der Koreaner durch bodenständige Tugenden, ein faires Preisgefüge und ein hohes Maß an Funktionalität. Er ist sowohl als klassischer Benziner mit optionalem Allradantrieb als auch in einer vollelektrischen Version erhältlich.

Design & Verarbeitung

Optisch präsentiert sich der Korando modern und unaufgeregt, was ihn für eine breite Zielgruppe attraktiv macht. Die Verarbeitungsqualität ist solide und entspricht dem Klassenstandard. Während die Benzinversion klassisch auftritt, setzt der elektrische Korando e-Motion auf kleine aerodynamische Anpassungen und dezente blaue Akzente. Die Materialien im Innenraum wirken robust und gut zusammengefügt, wobei Funktionalität klar vor unnötigem Luxus steht. Das Design unterstreicht den praktischen Charakter eines zuverlässigen Alltagsbegleiters.

Innenraum & Komfort

Eine der herausragenden Stärken des Korando ist das großzügige Platzangebot. Dank eines langen Radstands genießen vor allem Passagiere im Fond eine Beinfreiheit, die man sonst oft erst in höheren Fahrzeugklassen findet. Der Kofferraum bietet mit 551 Litern in der Standardkonfiguration viel Stauraum für Familiengepäck oder Einkäufe. Die Sitze sind komfortabel gepolstert und bieten eine angenehme Sitzposition, auch wenn sportliche Fahrer etwas mehr Seitenhalt vermissen könnten. Insgesamt ist der Korando auf entspanntes Reisen ausgelegt.

Infotainmentsystem

Das Cockpit ist klar strukturiert und verbindet digitale Elemente mit klassischer Bedienbarkeit. Ein 10,25-Zoll-Display hinter dem Lenkrad liefert alle wichtigen Informationen und kann Navigationskarten einblenden. Der zentrale 9,2-Zoll-Touchscreen lässt sich intuitiv bedienen, ist jedoch etwas tief positioniert. Ein großer Pluspunkt für die Ergonomie sind die physischen Drehregler und Tasten für die Klimatisierung. Smartphones können problemlos via Apple CarPlay oder Android Auto eingebunden werden, was den modernen Standard abrundet.

Antrieb & Fahrverhalten

Kunden haben die Wahl zwischen einem 1,5-Liter-Turbobenziner mit 163 PS und der 190 PS starken Elektrovariante. Der Benziner bietet ordentliche Fahrleistungen, wirkt aber in Verbindung mit der 6-Stufen-Automatik bei hoher Last manchmal etwas nervös. Der elektrische e-Motion hingegen überzeugt durch eine sehr direkte Gasannahme und hohe Laufruhe. Das Fahrwerk ist komfortorientiert abgestimmt, was jedoch zu einer spürbaren Wankneigung in Kurven führt. Die Lenkung arbeitet eher leichtgängig und indirekt.

Verbrauch & Unterhalt

In der Wirtschaftlichkeit zeigt der Korando ein gespaltenes Bild. Während der Anschaffungspreis sehr fair kalkuliert ist, fällt der Realverbrauch des Benziners mit über acht Litern recht hoch aus. Die Elektroversion e-Motion bietet eine reale Reichweite von rund 300 Kilometern, schwächelt jedoch bei der Ladegeschwindigkeit. Mit maximal 6,6 kW AC und 80 kW DC hinkt er modernen Elektro-Wettbewerbern hinterher. Ein starkes Argument für den Unterhalt ist die überdurchschnittliche Werksgarantie von fünf bis sieben Jahren.

Sicherheit & Assistenzsysteme

Sicherheit wird beim KGM Korando großgeschrieben. Bereits in der Basisausstattung sind zahlreiche Assistenzsysteme wie ein Notbremsassistent, Spurhalte- und Verkehrsschilderkennung enthalten. Diese umfangreiche Serienausstattung verhalf dem Modell zur Bestwertung von fünf Sternen im Euro NCAP Crashtest. Optionale Features wie ein Totwinkelassistent oder ein Querverkehrswarner ergänzen das Sicherheitspaket sinnvoll. Das Fahrzeug bietet somit ein hohes Schutzniveau für alle Insassen und erfüllt moderne Sicherheitsstandards problemlos.

Fazit

Der KGM Korando ist eine vernünftige Wahl für preisbewusste Käufer, die viel Platz und Sicherheit suchen. Er verzichtet auf unnötige Spielereien und konzentriert sich auf praktische Stärken im Alltag. Wer mit den Schwächen bei der Effizienz des Benziners oder der Ladeleistung beim E-Auto leben kann, erhält ein gut ausgestattetes und äußerst geräumiges SUV. Besonders die lange Garantielaufzeit macht ihn zu einer risikoarmen Langzeitinvestition für Familien und Pendler.