Die Gerüchteküche brodelte schon länger, jetzt ist es offiziell: Pünktlich zum Sommer 2026 schickt Volkswagen den California – der nun vollständig auf dem modernen T7 Multivan basiert – mit einem spürbaren Upgrade ins Rennen. Dabei handelt es sich nicht nur um kosmetische Retuschen. Vor allem im Cockpit und bei der verbauten Technik wurde ordentlich nachgebessert, um den Lifestyle-Van fit für die Zukunft zu machen und auf das Feedback der Camper-Community zu reagieren.
Schärferer Blick und neue Farben
Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass der überarbeitete California deutlich markanter auf der Straße steht. Die neu gezeichnete Frontpartie integriert größere LED-Scheinwerfer, die in höheren Ausstattungslinien von einer illuminierten Querspange miteinander verbunden werden. Das Tagfahrlicht legt sich nun wie eine leuchtende Augenbraue markant über die Module.
Zudem wurden die Lufteinlässe im neu geformten Stoßfänger tiefer integriert und mit vertikalen Air-Curtains ergänzt. Das sieht nicht nur bulliger aus, sondern kommt auch der Aerodynamik zugute.
Besonders spannend für Individualisten: Die Farbauswahl wird neu aufgemischt.
- Es gibt frische Bicolor-Optionen wie die Kombination aus "Candy Weiß" und "Sunset Red Metallic".
- Erstmals ist für den Bulli ab Sommer 2026 auch eine edle Mattlackierung ("Indiumgrau Matt") bestellbar.
- Die kleinen 16-Zoll-Räder fliegen komplett aus dem Programm; stattdessen rollt der Camper nun auf neu designten Felgen von 17 bis 19 Zoll.
Revolution im Cockpit
Wer im neuen California Platz nimmt, merkt sofort: Hier ist kein Stein auf dem anderen geblieben. Eine neu entwickelte Armaturentafel mit hochwertigeren Materialien und feinen Ziernähten sorgt für ein Premium-Gefühl.
Ein freistehendes Infotainmentsystem mit einem riesigen 12,9-Zoll-Touchscreen dominiert jetzt das Zentrum. Endlich hat VW auch bei der Bedienbarkeit nachgebessert: Die oft kritisierten Touchslider für Klimatisierung und Audiofunktionen sind nun beleuchtet. Das serienmäßige Doppelkupplungsgetriebe (DSG) wird künftig bequem über einen Lenkstockhebel bedient, was wertvollen Raum in der Mitte schafft.
Auch digitale Nomaden kommen auf ihre Kosten. Die induktive Ladeschale powert Smartphones nun mit satten 25 Watt voll, während die neuen USB-C-Ports vorne und im Fond bis zu 60 Watt liefern – ideal, um das Notebook im mobilen Homeoffice zügig zu laden.
Er schaut mit auf die Ampel
Ein großer Fokus der Modellpflege lag auf Sicherheit und Reisekomfort. Der weiterentwickelte Travel Assist ist ab sofort in der Lage, rote Ampeln zu erkennen und den Fahrer auf der Autobahn mit einem assistierten Spurwechsel zu unterstützen.
Sollte es am Steuer zu einem medizinischen Notfall kommen, greift zudem der integrierte Emergency Assist ein. Dieses System lenkt das Fahrzeug stufenweise sicher auf den Stand- oder Randstreifen und bringt den Van kontrolliert zum Stillstand.
"Das Ziel ist nicht nur ein optisches Update, sondern ein spürbares Plus an Entlastung und digitalem Komfort im Reisealltag."
Der eHybrid als smarter Camping-König
Unter der Haube bleibt die bewährte Motorenauswahl aus Dieseln und Benzinern erhalten, doch besonders der überarbeitete Plug-in-Hybrid (eHybrid 4Motion) rückt in den Fokus. Mit 245 PS Systemleistung, Allradantrieb und seiner 19,7-kWh-Batterie ist er für den Camping-Einsatz geradezu prädestiniert.
Das absolute Highlight für autarkes Campen im Hochsommer: Die elektrische Standklimatisierung des PHEV-Modells kann nun bis zu acht Stunden am Stück laufen, ohne dass der Motor gestartet werden muss. Damit wird das California Facelift im Modelljahr 2026 mehr denn je zum intelligenten, rollenden Hotelzimmer.