Škoda setzt seinem Elektro-Programm die Krone auf: Der neue Peaq ist in Deutschland bestellbar, bringt bis zu sieben Sitze mit und zielt genau auf Familien, die bisher beim großen E-SUV oft nur zwischen teuer und noch teurer wählen konnten. Der Einstieg liegt bei 49.900 Euro für den Peaq Selection 60, der stärkste Reichweitenwert beträgt bis zu 642 Kilometer im Peaq Selection 90.
Das ist der neue Elektro-Gipfel von Škoda
Der Peaq ist laut Škoda das neue elektrische Flaggschiff der Marke und erweitert das Elektroportfolio nach oben. Für Deutschland ist er direkt nach der Weltpremiere bestellbar; die Handelspremiere ist für Ende September 2026 vorgesehen.
Die Rolle ist klar: Wo Enyaq und Elroq bereits das Brot-und-Butter-Geschäft der elektrischen SUV abdecken, schiebt Škoda jetzt ein großes Familienmodell darüber. Der Peaq misst fast 4,90 Meter in der Länge, hat 2.965 Millimeter Radstand und ist damit das größte und geräumigste Modell im aktuellen Škoda-Portfolio.
49.900 Euro: Der Preis ist die eigentliche Kampfansage
Der Peaq startet als Selection 60 bei 49.900 Euro. Zum Bestellstart gibt es drei Antriebsoptionen und jeweils die Ausstattungslinien Selection und Sportline.
Die Preisliste beginnt beim Peaq Selection 60 mit 150 kW für 49.900 Euro, führt über den Peaq Selection 90 mit 210 kW für 57.900 Euro und endet regulär beim Peaq Sportline 90x mit 220 kW für 65.300 Euro.
Damit macht Škoda den Peaq nicht zum Schnäppchen im Kleinanzeigen-Sinn, aber im Segment großer Elektro-SUV mit sieben Sitzen ist der Einstiegspreis eine Ansage. Ecomento nennt als Topmodell einen Mindestpreis von 65.300 Euro und ordnet den Bestellstart ebenfalls bei 49.900 Euro ein.
Sieben Sitze oder riesiger Kofferraum
Der Peaq bietet optional Platz für bis zu sieben Personen. Wer ihn als Fünfsitzer nutzt, bekommt laut Škoda bis zu 935 Liter Kofferraumvolumen; Škoda bezeichnet das als den größten Kofferraum im eigenen Portfolio.
AUTO BILD nennt in der Übersicht 299 Liter Kofferraumvolumen beim Siebensitzer, 1.010 Liter beim Fünfsitzer und zusätzlich 37 Liter Frunk. Genau hier liegt der Kern des Autos: Nicht Sprintwerte oder Showeffekte sollen den Peaq verkaufen, sondern das Versprechen, Kinder, Gepäck, Einkauf und Ladekabel ohne Tetris-Frust unterzubringen.
Drei Antriebe: 204 bis 299 PS
Das Basismodell Peaq 60 kommt mit 150 kW beziehungsweise 204 PS und Heckantrieb. Der Peaq 90 leistet 210 kW beziehungsweise 286 PS, während der Peaq 90x mit Allradantrieb auf 220 kW beziehungsweise 299 PS kommt.
Bei der Reichweite reicht die offizielle Spanne von bis zu 456 Kilometern im Peaq Selection 60 über bis zu 642 Kilometer im Peaq Selection 90 bis zu 609 Kilometer im Peaq Selection 90x. Der kombinierte Stromverbrauch der Selection-Modelle liegt je nach Variante zwischen 14,9 und 18,5 kWh/100 km.
Für die Batterie nennt Ecomento zwei Größen: 63 kWh brutto beziehungsweise 59 kWh netto für den kleineren Akku und 91 kWh brutto beziehungsweise 86 kWh netto für die größere Einheit. Die kleinere Batterie soll mit bis zu 160 kW DC in 27 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden, die größere mit bis zu 200 kW DC in 28 Minuten.
Innenraum: Hochkant-Display statt klassischem Škoda-Cockpit
Im Innenraum setzt der Peaq auf ein neues, vertikal angeordnetes 13,6-Zoll-Infotainment-Display und ein Android-basiertes Infotainmentsystem inklusive Navigation. Serienmäßig nennt Škoda beim Peaq Selection unter anderem Wärmepumpe, 3-Zonen-Climatronic, beheizbares Lenkrad, Rückfahrkamera, Side Assist, Kessy und eine elektrische Heckklappe mit Komfortöffnung.
Der Sportline legt nach: elektrisch einstellbare Sportsitze mit Memoryfunktion, schwarzer Dachhimmel, Sportlenkrad, Edelstahloptik-Pedale und 20-Zoll-Leichtmetallräder gehören dort zum Paket. Außerdem sind in den Sportline-Varianten die Pakete Clever und Plus serienmäßig, während sie bei Selection optional erhältlich sind.
Warum der Peaq für Deutschland wichtig wird
Der Zeitpunkt ist gut gewählt: Große Familien-Stromer sind noch immer rar, teuer oder beides. Der Peaq bringt genau die Mischung, die in Deutschland funktionieren kann: vertraute Marke, großes Platzangebot, bis zu sieben Sitze, eine Reichweite über 600 Kilometer in der Langstrecken-Version und ein Einstieg knapp unter 50.000 Euro.
AUTO BILD beschreibt den Peaq nach einer ersten Fahrt als komfortorientiertes Familien-Flaggschiff, das eher entspannt reisen als sportlich auftreten soll. Das passt zur Marke: Škoda versucht hier nicht, ein Luxus-SUV zu imitieren, sondern ein großes Elektroauto für Menschen zu bauen, die wirklich Platz brauchen.
Fazit: Der elektrische Kodiaq-Moment?
Der Peaq könnte für Škoda der elektrische Kodiaq-Moment werden: groß, praktisch, familiennah und preislich so positioniert, dass viele Interessenten zumindest den Konfigurator öffnen dürften. Der entscheidende Satz bleibt: 49.900 Euro Einstieg, bis zu sieben Sitze und bis zu 642 Kilometer Reichweite.
Ob der Peaq im Alltag wirklich so stark ist wie auf dem Papier, müssen ausführliche Tests zeigen. Sicher ist aber schon jetzt: Škoda hat sein bisher größtes Elektro-SUV in Deutschland bestellbar gemacht, und genau diese Kombination aus Größe, Reichweite und Preis dürfte im Markt auffallen.