Die sechste Generation des Opel Astra ist erst seit 2022 auf den Straßen, doch in Rüsselsheim ruht man sich nicht aus. Für das Modelljahr 2026 steht eine umfassende Modellpflege an, die den Kompaktwagen optisch und technisch fit für die zweite Lebenshälfte macht. Während die Verbrenner-Palette weitgehend stabil bleibt, zielt das Update vor allem auf eine modernere Lichtsignatur und mehr Alltagstauglichkeit beim Stromer ab.

Vizor 2.0: Ein neues Gesicht für den Rüsselsheimer

Das auffälligste Merkmal des Facelifts ist die Weiterentwicklung des markentypischen "Vizor"-Gesichts. Die Frontpartie wirkt künftig noch glatter und technischer. Inspiriert von der Studie Corsa GSe Vision Gran Turismo, wird der Grill schmaler und präziser gezeichnet. Das absolute Highlight für Fans der Marke dürfte jedoch das neue Logo sein: Erstmals in der Geschichte des Astra wird der Opel-Blitz an der Front beleuchtet sein – ein Feature, das bereits bei anderen neuen Modellen der Marke für Aufsehen sorgte.

Auch die Lichtgrafik wurde überarbeitet. Der sogenannte "Opel Kompass", bei dem sich vertikale und horizontale Linien im Logo kreuzen, wird durch neue LED-Signaturen stärker betont. Technisch rüstet Opel ebenfalls auf: Das optionale Intelli-Lux HD Licht soll für noch bessere Ausleuchtung bei Nacht sorgen, ohne den Gegenverkehr zu blenden.

Mehr Puste für den Astra Electric

Kritikpunkt am bisherigen Astra Electric war oft die Batteriegröße im Vergleich zur Konkurrenz. Hier bessert der Stellantis-Konzern nach. Erwartet wird ein Upgrade auf den neuen 54-kWh-Akku (brutto), der dank effizienterer Chemie und optimiertem Management die Reichweite spürbar steigern soll.

  • Reichweite: Bis zu 454 Kilometer nach WLTP sind im Gespräch.
  • Effizienz: Der Verbrauch soll durch aerodynamische Feinarbeit weiter sinken.
  • Laden: Die Ladeleistung bleibt voraussichtlich bei den bekannten 100 kW DC, was für diese Klasse mittlerweile nur noch Durchschnitt ist.

Motoren: Bewährtes bleibt, Hybrid wird wichtiger

Bei den Verbrennern setzt Opel auf Kontinuität. Der 1,2-Liter-Turbobenziner mit 130 PS bleibt ebenso im Programm wie der beliebte 1,5-Liter-Diesel für Vielfahrer. Eine größere Rolle werden jedoch die elektrifizierten Antriebe spielen:

  1. Mild-Hybrid: Der 136 PS starke 48-Volt-Hybrid dürfte zum Volumenmodell avancieren.
  2. Plug-in-Hybride: Die GSe-Spitzenversion mit 225 PS bleibt das sportliche Aushängeschild, während die schwächere PHEV-Variante weiterhin als Dienstwagen-Option dient.

"Das Ziel des Updates ist klar: Den Astra optisch schärfen und technisch dort nachbessern, wo der Schuh drückte – bei der elektrischen Reichweite."

Der Marktstart ist für das Frühjahr 2026 geplant, die Premiere wird voraussichtlich bereits im Januar auf der Brussels Motor Show stattfinden. Preislich dürfte der Einstieg weiterhin bei rund 33.000 Euro liegen, wobei die umfangreicheren Ausstattungen und neuen Technik-Features die Preise der Top-Modelle leicht nach oben treiben könnten.