Seit 2019 rollt die aktuelle Generation des Mercedes GLE über unsere Straßen. Normalerweise wäre jetzt die Zeit reif für einen kompletten Modellwechsel, doch die Schwaben wählen einen anderen Weg und verpassen ihrem Bestseller für das Modelljahr 2026 stattdessen ein tiefgreifendes zweites Facelift. Wer nun glaubt, es wurden lediglich ein paar Zierleisten ausgetauscht, irrt gewaltig. Der neue GLE wurde mit rund 3000 geänderten Bauteilen technisch wie optisch massiv aufgewertet und orientiert sich nun stark an den neuesten Flaggschiffen der Marke.
Sternen-Blick und leuchtender Kühlergrill
Schon von außen macht der überarbeitete GLE deutlich, dass er zur modernsten Generation der Mercedes-Familie gehört. Auffällig sind vor allem die neu gestalteten LED-Scheinwerfer und Rückleuchten, die nun die markentypische Stern-Lichtsignatur tragen. Am Heck zieht sich erstmals ein durchgehendes Lichtband über die gesamte Breite des Fahrzeugs. Ein weiteres optisches Highlight ist der Kühlergrill: Er ist nun oben breiter als unten und wird von einem beleuchteten Rahmen im Dunkeln eindrucksvoll in Szene gesetzt.
Digitale Revolution: Superscreen für alle
Die gravierendsten Neuerungen warten jedoch im Innenraum. Mercedes verabschiedet sich vom bisherigen Cockpit-Aufbau und macht den gigantischen MBUX-Superscreen im GLE zur Serienausstattung. Gleich drei große Displays, die jeweils 31,2 Zentimeter messen, verbergen sich unter einer durchgehenden Glasfläche und erstrecken sich fast über die gesamte Breite des Armaturenbretts.
Zudem hält das hochmoderne Betriebssystem MB.OS Einzug. Dank künstlicher Intelligenz und Over-the-Air-Updates (OTA) lernt das Fahrzeug die Gewohnheiten des Fahrers schnell kennen, führt komplexe Dialoge und hält sich ohne Werkstattbesuch selbstständig auf dem neuesten Stand. Eine besonders erfreuliche Nachricht gibt es für alle, die sich an der reinen Touch-Bedienung gestört haben: Das Lenkrad bekommt die geschätzten, echten haptischen Bedienelemente in Form von Wippe und Walze zurück.
"Der virtuelle Assistent versteht dank KI Zusammenhänge, kann komplexe Dialoge führen, lernt aus den Gewohnheiten des Fahrers und kann Situationen vorausschauend einschätzen."
Elektrifizierte Motoren und schlaues Fahrwerk
Unter der Haube setzt Mercedes auf konsequente Elektrifizierung. Alle sieben verfügbaren Motoren sind entweder als 48-Volt-Mild-Hybride oder als leistungsstarke Plug-in-Hybride ausgeführt.
- Die Plug-in-Hybrid-Modelle bieten einen deutlich vergrößerten Akku und schaffen nun rein elektrisch über 100 Kilometer Reichweite nach WLTP-Standard.
- Das optional erhältliche E-ACTIVE BODY CONTROL Fahrwerk wertet das ohnehin schon hohe Komfortniveau weiter auf und gleicht Bodenwellen vorausschauend aus.
Die offizielle Preisliste
Luxus auf diesem Niveau ist bekanntermaßen kein Schnäppchen. Nach der jüngsten Weltpremiere ist die Bestellfreigabe nun offiziell erteilt worden. Die Einstiegspreise für den deutschen Markt fallen überaus selbstbewusst aus:
- GLE 350 d 4MATIC: ab 92.064 Euro
- GLE 450 e 4MATIC (Plug-in-Hybrid): ab 95.176 Euro
- GLE 350 d 4MATIC Coupé: ab 99.162 Euro
- Mercedes-AMG GLE 53 4MATIC+: ab 120.047 Euro
- Mercedes-AMG GLE 53 HYBRID 4MATIC+: ab 128.781 Euro
Wer noch etwas mehr Platz für die Familie oder das Gepäck benötigt, kann auf den ebenfalls frisch überarbeiteten großen Bruder GLS zurückgreifen, dessen Preisliste bei stolzen 108.105 Euro startet.