Die Reichweitenangst ist der größte Feind der Elektromobilität – doch ein aufstrebender Autobauer aus China will dieses Problem nun mit einem raffinierten technischen Kniff aus der Welt schaffen. Leapmotor, mittlerweile eng mit europäischen Autokonzernen verzahnt, bringt mit dem B10 Hybrid EV ein brandneues Kompakt-SUV auf den deutschen Markt. Das Besondere an dem Modell: Es fährt sich dank seines starken Elektromotors wie ein reines E-Auto, hat aber für die Langstrecke ein integriertes Benzin-Kraftwerk an Bord. Und das zu einem Einstiegspreis, der bei der Konkurrenz für ordentlich Kopfzerbrechen sorgen dürfte.
Der Verbrenner als lautloser Helfer
Unter der Haube des Neuzugangs arbeitet eine Technologie, die eine ideale Brücke in die emissionsfreie Mobilität schlagen soll. Angetrieben werden die Räder ausnahmslos von einem kräftigen Elektromotor an der Hinterachse, der beachtliche 160 kW (218 PS) auf die Straße bringt.
Doch was passiert, wenn der 18,8-kWh-Batterie nach rund 86 rein elektrischen Kilometern die Puste ausgeht? Genau dann schaltet sich ein 1,5-Liter-Benzinmotor ein. Dieser treibt jedoch nicht die Räder an, sondern dient ausschließlich als bordeigener Generator, der während der Fahrt frischen Strom für den E-Motor produziert und gleichzeitig den Akku lädt.
Das Beste aus zwei Welten
In Kombination mit einem 50-Liter-Benzintank verspricht das Fahrzeug eine massive Gesamtreichweite von bis zu 900 Kilometern. Für die Fahrer bringt dieses Konzept entscheidende Vorteile im Alltag:
- Tägliche Strecken wie das Pendeln zur Arbeit lassen sich rein elektrisch und lokal emissionsfrei zurücklegen.
- Auf Urlaubsfahrten entfällt die oft nervenaufreibende Suche nach der nächsten freien Schnellladesäule.
- Das stufenlose, leise und dynamische Fahrgefühl eines echten Elektroautos bleibt durchgehend erhalten.
"Das Fahrzeug fährt sich durchgehend wie ein Elektroauto, unabhängig vom Ladezustand der Batterie. Gleichzeitig ermöglicht das Konzept größere Reichweiten, ohne dass Ladepausen erforderlich sind."
Wer das SUV dennoch extern laden möchte: Der Hersteller verspricht für das DC-Schnellladen von 30 auf 80 Prozent eine Zeit von rund einer halben Stunde.
Kampfpreis für den deutschen Markt
Auch preislich ist das neue SUV eine klare Kampfansage. In der Basisvariante startet das Fahrzeug bei 32.400 Euro. Damit herrscht exakte Preisparität zur vollelektrischen Variante des Modells, die mit einer deutlich größeren Batterie ausgestattet ist. Kunden können also völlig frei entscheiden, welches Konzept besser zu ihrem persönlichen Fahrprofil passt. Wer es etwas luxuriöser mag, bekommt die höherwertige Ausstattungslinie für 33.900 Euro.
Abgerundet wird das Angebot durch attraktive Leasingraten, die dank staatlicher Förderung bereits ab 199 Euro im Monat beginnen sollen. Mit diesem attraktiven Gesamtpaket könnte der clevere Range-Extender für viele unentschlossene Autofahrer zum perfekten Sprungbrett in die Elektromobilität werden.