Der Trend bei Elektroautos zeigt endlich nach unten – zumindest, was die Verkaufspreise und Abmessungen betrifft. Bisher dominieren schwere SUVs den Markt, doch die wahre Herausforderung für die Hersteller liegt im profitablen Bau von alltagstauglichen Kleinwagen. Südkorea nimmt diese Hürde nun fest ins Visier und schickt einen völlig neuen Hoffnungsträger ins Rennen: den Kleinstwagen EV1.

Keine Panikmache, sondern durchdachte Technik

Während sich einige Wettbewerber vom sogenannten "China-Speed" bei der Fahrzeugentwicklung antreiben lassen, geht man das Projekt in Asien erstaunlich besonnen an. Insider aus der Führungsetage bestätigen, dass der kompakte Stromer bereits seit zwei Jahren im Verborgenen entwickelt wird. Bis zum offiziellen Marktstart im Jahr 2028 nehmen sich die Ingenieure ganz bewusst noch einmal genauso viel Zeit, um Kinderkrankheiten völlig auszuschließen.

Das Resultat soll weit mehr werden als nur ein umgebauter Verbrenner. Geplant ist eine völlig neue Elektro-Architektur, die man sich markenübergreifend teilen wird. Zeitgleich dürfte nämlich auch ein technischer Zwilling der Schwestermarke Hyundai vom Band rollen, der voraussichtlich den Namen Ioniq 1 tragen und das Erbe des Modells i10 antreten wird.

Neues Design für den Großstadtdschungel

Optisch wird der City-Stromer nicht bloß den bekannten Kleinstwagen Picanto elektrifizieren. Stattdessen setzt die Designabteilung auf eine völlig eigenständige, flachere und sportlichere Formensprache. Der Fokus liegt dabei klar auf der europäischen Kundschaft: Eine Produktion im bereits bestehenden slowenischen Werk gilt in Branchenkreisen als sehr wahrscheinlich.

  • Basispreis: Etwa 20.000 bis 22.000 Euro.
  • Markteinführung: Fest eingeplant für 2028.
  • Fokus: Speziell auf den europäischen Markt und urbane Mobilität zugeschnitten.

Ein technologischer Meilenstein

Trotz des günstigen Preises soll bei der Qualität und der Software nicht gespart werden. Im Gegenteil: Der kleinste Spross der Familie wird laut Entwicklerkreisen paradoxerweise das allererste vollständig "softwaredefinierte Fahrzeug" des Herstellers sein.

"Das Ziel ist ein Fahrzeug, bei dem die Kunden den Showroom betreten und sofort sagen: Ich will dieses Auto."

Mit Funktionen wie einem fortschrittlichen automatisierten Fahren auf der Autobahn und SmartCar-Fähigkeiten der nächsten Generation soll der kleine Flitzer im A-Segment neue Maßstäbe setzen. Wenn das Paket im Jahr 2028 tatsächlich für knapp 20.000 Euro bei den Händlern steht, könnte dieser technologische Zwerg zu einem gigantischen Problem für die europäische Konkurrenz werden.