KGM dreht beim Torres EVX an der Preisschraube: Das neue Sondermodell Nomad startet in Deutschland bei 34.990 Euro, bringt bis zu 503 Kilometer WLTP-Reichweite mit und soll gegenüber der vergleichbaren Serienausstattung 13.327,05 Euro sparen. Das ist kein nackter Basis-Stromer, sondern ein Sondermodell auf Basis der Ausstattungslinie Bliss mit zusätzlichem 360-Grad-3D-Kamerasystem, Wärmepumpe, Metallic-Lackierung und eingerechneten Transportkosten.

Der Preis-Haken? Es gibt eher einen Verfügbarkeits-Haken

Der KGM Torres EVX Nomad ist laut Hersteller ab sofort in Deutschland bestellbar und soll voraussichtlich im September 2026 ausgeliefert werden. KGM weist zugleich darauf hin, dass das Angebot nur bei teilnehmenden Vertragspartnern gilt.

Der entscheidende Punkt: Der Nomad startet bei 34.990 Euro, während KGM die reguläre Bliss-Version des Torres EVX mit 44.990 Euro angibt. Der rechnerische Preisvorteil von 13.327,05 Euro entsteht laut Hersteller durch die Bliss-Ausstattung, das zusätzliche 360-Grad-3D-Kamerasystem, die Wärmepumpe, die serienmäßige Metallic-Lackierung und die im Preis enthaltenen Transportkosten.

Damit zielt KGM genau auf die empfindlichste Stelle des deutschen E-Auto-Markts: viel Akku, viel SUV, aber bitte unter 35.000 Euro. Der Torres EVX Nomad unterbietet sogar den von EV Database ausgewiesenen Grundpreis des Torres EVX 80.6 kWh von 41.990 Euro deutlich.

503 Kilometer WLTP und 207 PS: Die Technik bleibt erwachsen

Angetrieben wird der KGM Torres EVX Nomad von einem Elektromotor mit 152 kW beziehungsweise 207 PS. Das maximale Drehmoment liegt bei 339 Nm, die Höchstgeschwindigkeit bei 175 km/h.

Beim Akku nennt KGM eine Kapazität von 80,6 kWh. Die kombinierte WLTP-Reichweite liegt bei 503 Kilometern, im Stadtzyklus nennt KGM bis zu 664 Kilometer. Der kombinierte WLTP-Stromverbrauch beträgt 19,3 kWh/100 km, die lokalen CO₂-Emissionen liegen bei 0 g/km und die CO₂-Klasse ist A.

Auch beim Laden bleibt der Torres EVX Nomad im soliden Familien-SUV-Rahmen: KGM gibt 11 kW maximale AC-Ladeleistung und 120 kW maximale DC-Ladeleistung an. Für den Schnellladevorgang von 20 auf 80 Prozent nennt KGM etwa 36 Minuten.

Kein Sparmodell: Das steckt im Nomad

Der Nomad wirkt vor allem deshalb interessant, weil KGM ihn nicht als abgespeckte Rabattversion positioniert. Zur Serienausstattung gehören unter anderem:

  • ein 360-Grad-Kamerasystem und eine Rückfahrkamera,
  • ein Navigationssystem mit 12,3-Zoll-Touchscreen sowie eine digitale 12,3-Zoll-Instrumententafel,
  • kabelloses Smartphone-Laden sowie Apple CarPlay und Android Auto,
  • eine Wärmepumpe und eine 2-Zonen-Klimaautomatik,
  • Lenkradheizung, Sitzheizung vorn und hinten sowie Sitzbelüftung vorn,
  • 18-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Reifen im Format 225/60.

Für Sicherheits- und Assistenzsysteme nennt KGM unter anderem automatisches Notbremssystem, Verkehrszeichenerkennung, Totwinkelassistent, Spurwechselassistent, Querverkehrswarner beim Ausparken, Ausstiegswarner und intelligenten Geschwindigkeitsassistenten.

Familien-SUV mit Anhänger-Argument

Der Torres EVX Nomad misst 4.715 mm in der Länge, 1.890 mm in der Breite und 1.725 mm in der Höhe inklusive Dachreling. Der Radstand beträgt 2.680 mm. Das Leergewicht liegt bei 1.925 kg, das zulässige Gesamtgewicht bei 2.435 kg.

Für viele deutsche Käufer dürfte ein Detail wichtig sein: KGM nennt eine gebremste Anhängelast von 1.500 kg. Ungebremst sind bis zu 500 kg angegeben. Damit wird der Torres EVX Nomad nicht nur zum Preisbrecher, sondern auch zu einem E-SUV für Nutzer, die Fahrradträger, kleinen Wohnwagen oder Anhänger nicht nur theoretisch mitdenken.

Förderung kann den Effekt verstärken – aber nicht jeder bekommt sie

Zusätzlich verweist die Bundesregierung auf eine neue E-Auto-Förderung, bei der Privatpersonen seit 2026 je nach Voraussetzungen zwischen 1.500 und 6.000 Euro erhalten können. Der ADAC nennt als Bedingung unter anderem, dass die Förderung für volljährige Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Deutschland gilt, auf die das förderfähige Neufahrzeug zugelassen wurde, und dass das zu versteuernde Haushaltseinkommen maximal 80.000 Euro pro Jahr betragen darf.

Wichtig für Interessenten: KGM schreibt in den FAQ zum Torres EVX Nomad, dass die E-Auto-Förderung nicht direkt auf den Kaufpreis angerechnet wird, sondern nach der Zulassung beantragt werden muss. KGM nennt dafür eine Frist von bis zu einem Jahr nach Zulassungsdatum und eine Mindesthaltedauer von 36 Monaten.

Ein Preis, der die Konkurrenz nervös machen dürfte

Der KGM Torres EVX Nomad ist kein Mini-Stromer und kein Kurzstrecken-Crossover, sondern ein 4,715 Meter langes Elektro-SUV mit 80,6-kWh-Akku, 207 PS und bis zu 503 Kilometern WLTP-Reichweite. Genau deshalb ist der Einstiegspreis von 34.990 Euro auffällig.

Die Einschränkung bleibt: Das Sondermodell gilt nur bei teilnehmenden KGM-Partnern und die Auslieferung ist voraussichtlich für September 2026 geplant. Wer die staatliche Förderung nutzen will, muss außerdem die persönlichen Voraussetzungen erfüllen und den Antrag nach der Zulassung stellen.

Unterm Strich liefert KGM mit dem Torres EVX Nomad aber eine klare Ansage an den deutschen Markt: Unter 35.000 Euro muss ein Elektro-SUV nicht klein, karg oder reichweitenschwach sein.