Der chinesische Autobauer Great Wall Motor bläst zum großen Europa-Comeback und bringt pünktlich zum Sommer den GWM Ora 5 nach Deutschland. Das Besondere an der neuen Kompaktklasse: Das SUV lockt nicht nur mit einer frechen Optik, die an Zuffenhausener Sportwagen erinnert, sondern lässt Kunden die absolute Freiheit bei der Antriebswahl. Egal ob reines Elektroauto, effizienter Vollhybrid oder klassischer Benziner – hier soll jeder auf seine Kosten kommen.

Ein Design, das an Porsche erinnert

Schon auf den ersten Blick fällt das rundliche, fast schon verspielte Design des 4,47 Meter langen Kompakt-SUVs auf. Tropfenförmige Scheinwerfer und schwungvolle Kurven an den Kotflügeln wecken unweigerlich Assoziationen an den Porsche Macan oder den VW Käfer. Was in China oft als freche Kopie belächelt wird, könnte in Europa durchaus als charmanter Retro-Chic punkten. Das stark gewölbte Heck samt integrierter Lichtsignatur in der Heckscheibe rundet den extravaganten Auftritt ab.

Die Qual der Wahl beim Antrieb

Während viele Hersteller aktuell ausschließlich auf rein elektrische Modelle setzen, geht Great Wall Motor einen pragmatischeren Weg. Der Ora 5 wird zum Marktstart in drei völlig unterschiedlichen Antriebsvarianten angeboten:

  • Reines Elektroauto (BEV): Ein 204 PS (150 kW) starker Elektromotor an der Vorderachse sorgt für sportlichen Vortrieb. Der 58,3 kWh große LFP-Akku soll eine WLTP-Reichweite von bis zu 435 Kilometern ermöglichen. Am Schnelllader ist der Batterie-Füllstand dank 120 kW Ladeleistung in rund 30 Minuten wieder von 10 auf 80 Prozent gebracht.
  • Vollhybrid (HEV): Wer lieber auf Verbrenner-Technik mit elektrischer Unterstützung setzt, bekommt einen 1,5-Liter-Turbomotor, der in Kombination mit der E-Maschine eine üppige Systemleistung von 223 PS (164 kW) liefert. Der Durchschnittsverbrauch soll bei sparsamen 5,1 Litern auf 100 Kilometer liegen.
  • Klassischer Benziner: Das Einstiegsmodell bildet ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 160 PS (118 kW) und einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

Hightech im Innenraum

Auch im Innenraum geizen die Entwickler nicht mit Reizen. Ein modernes Doppel-Display-Setup mit dem hauseigenen "Coffee OS"-System bildet die digitale Kommandozentrale. Die Menüführung soll sich dabei so intuitiv und flüssig bedienen lassen wie ein modernes Smartphone. Hochwertige, unterschäumte Materialien und nachhaltige Oberflächen sorgen für eine Wohlfühlatmosphäre, die deutlich über dem klassischen Plastik-Charme mancher Budget-Anbieter liegt.

"Wir wollen auf keinem Markt der Welt der Verlierer sein. Wir werden zurückkommen und wir werden mit dem richtigen Produkt antreten."

Mit einem erwarteten Startpreis von rund 27.000 Euro dürfte der Ora 5 zu einer echten Kampfansage für etablierte Konkurrenten werden. Nach dem Start der SUV-Variante sollen zudem noch eine Kombi- und eine Schrägheck-Version folgen, um die Modellfamilie komplett zu machen.