Das Zeitalter der reinen Verbrenner-Sportwagen bekommt ein weiteres, gewaltiges Ausrufezeichen aus Fernost serviert. Mit dem Denza Z präsentiert der chinesische Automobilkonzern ein vollelektrisches Luxus-Cabriolet, das nicht nur durch schiere Leistung, sondern auch durch atemberaubendes Design besticht. Der Angriff zielt dabei direkt auf etablierte Ikonen wie den Porsche 911 oder das Maserati GranCabrio – und das mit einer klaren Kampfansage: Europa ist einer der wichtigsten Zielmärkte für den neuen Supersportler.

Italienische Eleganz trifft chinesische Hightech

Dass der neue Stromer rein optisch stark an edle europäische Karosserieschmieden erinnert, ist kein Zufall. Verantwortlich für die fließenden Linien, die flache Front und den muskulösen Heckdiffusor ist Wolfgang Egger. Der ehemalige Chefdesigner von Audi und Lamborghini lenkt heute die kreativen Geschicke der Premium-Marke.

Das Ergebnis ist ein viersitziger Grand Tourer mit einem klassischen Stoffverdeck, der sich in Sachen Luxus nicht verstecken muss. Im Innenraum dominiert ein Mix aus edlen Materialien, Kohlefaser-Applikationen und – für ein modernes Elektroauto fast schon ungewöhnlich – erfreulich vielen physischen Bedienelementen, die echtes Sportwagen-Flair versprühen.

"Eine fließende, muskulöse Silhouette, die eine perfekte Mischung aus Eleganz und Aggressivität darstellt."

Leistung, die einem den Atem raubt

Unter der schicken Haube verbirgt sich Technik der Superlative. Vier unabhängig gesteuerte Elektromotoren befeuern den Denza Z und sorgen für beeindruckende Zahlen:

  • Über 1.000 PS Systemleistung für atemberaubenden Vortrieb.
  • Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als zwei Sekunden.
  • Ein Steer-by-Wire-System für extrem präzises Handling.
  • Ein adaptives, magnetorheologisches Fahrwerk mit vorausschauender Straßenerkennung für perfekte Straßenlage.

Zudem soll der Sportwagen mit der neuesten Batteriegeneration und extremen Schnellladefähigkeiten ausgestattet sein. Ladezeiten könnten so zukünftig auf das Niveau eines klassischen Tankstellenbesuchs schrumpfen.

Europa-Premiere auf legendärem Terrain

Während viele asiatische Hersteller ihre Fahrzeuge zuerst auf dem Heimatmarkt etablieren, wählt man für dieses Cabriolet eine andere Strategie. Der Luxus-Stromer soll seine offizielle Premiere vor großem Publikum im Juli auf dem legendären Goodwood Festival of Speed in Großbritannien feiern.

Damit ist die Stoßrichtung klar: Der Supersportwagen soll dort wildern, wo deutsche und britische Traditionsmarken bisher weitgehend ungestört ihre hochpreisigen Nischenmodelle verkauften. Ob und zu welchem Preis der Roadster letztlich bei den Händlern stehen wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Die europäische Konkurrenz muss sich warm anziehen.