Einleitung

Der Ford B-Max (2012–2017) war Fords mutige Antwort auf die wachsende Nachfrage nach kompakten, aber hochfunktionalen Stadtautos. Basierend auf der bewährten Plattform des Ford Fiesta, schuf der Hersteller einen Minivan, der vor allem durch ein technisches Highlight aus der Masse hervorstach: das pfostenlose Türkonzept. Obwohl die Produktion 2017 eingestellt wurde, bleibt er als Gebrauchtwagen ein Geheimtipp für alle, die maximalen Komfort beim Zustieg suchen.

Design & Verarbeitung

Optisch folgt der B-Max dem „Kinetic Design“ von Ford, was ihm eine dynamische und moderne Linienführung verleiht. Die markante Front und das steile Heck machen ihn sofort als Mitglied der Ford-Familie erkennbar. Ein besonderes technisches Detail sind die Führungsschienen der hinteren Schiebetüren, die dezent in die Karosserie integriert wurden. Die Verarbeitung ist solide, wobei im Innenraum ein Mix aus wertigen Soft-Touch-Oberflächen und robustem Hartplastik zum Einsatz kommt.

Innenraum & Komfort

Das Herzstück des B-Max ist das „Easy Access Door System“. Da die B-Säule direkt in die Türen integriert wurde, entsteht beim gleichzeitigen Öffnen der vorderen Schwingtüren und hinteren Schiebetüren eine durchgehende Öffnung von 1,5 Metern Breite. Dies erleichtert das Beladen sperriger Güter oder das Anschnallen von Kindern auf den Rücksitzen enorm. Die Passagiere genießen eine erhöhte Sitzposition, die eine exzellente Rundumsicht nach vorne bietet, während die Kopffreiheit auch für größere Personen großzügig bemessen ist.

Infotainmentsystem

In Sachen Konnektivität setzt der B-Max auf das Ford SYNC-System. Während dieses zum Marktstart mit Sprachsteuerung und Notruf-Assistent punktete, wirkt die Bedienung heute etwas überladen. Das zentrale Display ist vergleichsweise klein, und die Mittelkonsole weist viele einzelne Tasten auf. Dennoch bietet das System alle notwendigen Basisfunktionen wie Bluetooth-Streaming, USB-Anschlüsse und eine zuverlässige Freisprecheinrichtung.

Antrieb & Fahrverhalten

Besonders hervorzuheben sind die preisgekrönten 1,0-Liter-EcoBoost-Dreizylinder. Diese Motoren bieten ein überraschend spritziges Fahrverhalten und harmonieren perfekt mit dem agilen Fahrwerk des B-Max. Trotz seines hohen Aufbaus lässt sich der Van präzise und fast so sportlich wie ein Fiesta durch Kurven bewegen. Die Lenkung ist direkt und gibt gute Rückmeldung, was den B-Max zu einem der fahraktivsten Vertreter seiner Klasse macht.

Verbrauch & Unterhalt

Die innovative Türkonstruktion mit ihren massiven Verstärkungen aus Boronstahl bringt ein gewisses Mehrgewicht mit sich. Dies spiegelt sich in einem leicht höheren Verbrauch gegenüber dem Fiesta wider. Realistisch bewegen sich die EcoBoost-Benziner zwischen 6 und 7 Litern auf 100 Kilometer. Die Dieselvarianten (1.5 und 1.6 TDCi) sind deutlich sparsamer und ideal für Pendler. Bei der Hauptuntersuchung schneidet der B-Max insgesamt gut ab, lediglich Lenkgelenke und Bremsverschleiß sollten beim Gebrauchtkauf geprüft werden.

Sicherheit & Assistenzsysteme

Sicherheit stand bei der Entwicklung ohne B-Säule an oberster Stelle. Mit fünf Sternen im Euro NCAP-Crashtest bewies Ford, dass das Konzept extrem sicher ist. Die Türen verhaken sich bei einem Aufprall fest mit dem Rahmen und bilden so eine schützende Barriere. Zudem waren für die Bauzeit fortschrittliche Assistenten wie der Notbremsassistent „Active City Stop“ verfügbar, der Auffahrunfälle im Stadtverkehr verhindern kann.

Fazit

Der Ford B-Max ist ein Spezialist für urbane Mobilität. Er kombiniert die kompakten Maße eines Kleinwagens mit der Zugänglichkeit eines großen Vans. Wer ein Fahrzeug sucht, das das tägliche Beladen oder Einsteigen so einfach wie möglich macht, findet hier eine am Markt fast einzigartige Lösung. Trotz des etwas kleinen Kofferraums bleibt er ein cleveres und fahraktives Multitalent für Familien und Senioren.