Wer heute ein kompaktes Elektro-SUV sucht, kommt am Geely-Konzern kaum noch vorbei. Mit dem Volvo EX30 und dem Smart #1 hat der chinesische Riese bereits zwei absolute Bestseller auf dem Markt. Doch die technologische Speerspitze der Gruppe hört auf den Namen Zeekr. Für das neue Modelljahr spendiert der Hersteller dem extravaganten Crossover Zeekr X eine tiefgreifende Modellpflege. Das absolute Highlight: Dank einer neuen Akku-Technologie lädt der Stromer in Rekordzeit.

Die wichtigste Neuerung betrifft die Batterie der Long-Range-Version mit Heckantrieb. Hier verbaut Zeekr künftig seine selbst entwickelte „Golden Battery“. Dabei handelt es sich um einen hochmodernen Lithium-Eisenphosphat-Akku (LFP), der trotz der herkömmlichen 400-Volt-Architektur des Fahrzeugs eine DC-Schnellladeleistung von bis zu 230 kW ermöglicht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der berüchtigte Ladehub von 10 auf 80 Prozent ist in gerade einmal 18 Minuten erledigt. Zum Vergleich: Der Vorgänger benötigte dafür noch rund 29 Minuten, und Konkurrenten wie der neue Skoda Elroq stehen fast zehn Minuten länger an der Säule.

Ein cleverer Tausch: Weniger Kapazität für extremes Tempo

Um diese Performance zu erreichen, geht Zeekr einen unkonventionellen Weg. Die Kapazität des neuen LFP-Akkus schrumpft im Vergleich zum bisherigen NMC-Akku leicht von 69 kWh auf 61 kWh. Dadurch sinkt zwar auch die maximale WLTP-Reichweite der Long-Range-Version auf rund 405 Kilometer, doch in der Praxis dürfte das schnellere Laden diesen minimalen Reichweitenverlust mehr als wettmachen. Wer auf Langstrecke fährt, verbringt einfach weniger Zeit unproduktiv an der Ladesäule.

Leistungsspritze für maximalen Fahrspaß

Doch Zeekr hat nicht nur an der Ladeschraube gedreht, sondern auch ordentlich an der Leistungskurve geschraubt. Sowohl die Long-Range-Variante als auch das allradgetriebene Topmodell Privilege AWD erhalten ein sattes Leistungsplus von jeweils 50 kW:

  • Long Range (RWD): Leistet nun stolze 250 kW (340 PS) statt zuvor 200 kW.
  • Privilege AWD: Presst künftig brachiale 365 kW (496 PS) auf den Asphalt.

Mit Allradantrieb stürmt der kompakte Crossover damit in nur 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h – ein Beschleunigungswert, der sonst waschechten Sportwagen vorbehalten ist. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei allen Modellen elektronisch auf 180 km/h begrenzt.

Mehr Platz und clevere Komfortfeatures im Innenraum

Auch abseits der Antriebstechnik haben die Entwickler die Wünsche der Kunden ernst genommen. Der Innenraum des Zeekr X präsentiert sich im neuen Modelljahr aufgeräumter und praktischer. Die Mittelkonsole wurde komplett neu gestaltet und fließt nun harmonisch in die Armaturentafel über. Wer lange Gegenstände transportieren möchte, darf sich über eine neue Durchladeöffnung (Skiklappe) in der Rücksitzlehne freuen.

Zudem haben die Chinesen den Kofferraum optimiert: Das Ladevolumen wächst um spürbare 47 Liter auf nun bis zu 404 Liter (zuzüglich der kleinen Ablagefächer). Auf der neu gestalteten Mittelkonsole finden nun außerdem zwei Smartphones gleichzeitig Platz, die dort kabellos geladen werden können.

Kampfansage bei den Preisen

Trotz des massiven Technik-Updates bleibt Zeekr seiner aggressiven Preispolitik treu. Der Einstieg in die Welt des Premium-Crossovers startet weiterhin bei unveränderten 37.990 Euro für das Basismodell "Core". Die extrem schnell ladende Long-Range-Variante mit dem neuen LFP-Akku ist ab 42.990 Euro zu haben. Mit diesem Gesamtpaket – rasantem Laden, enormer Leistung und Premium-Ausstattung zu fairen Konditionen – dürfte der aktualisierte Zeekr X der europäischen Konkurrenz in den kommenden Monaten einige schlaflose Nächte bereiten.