Die elektrische Zukunft von Volkswagen wird rasant – und ziemlich emotional. Während der kommende VW ID. Polo GTI bereits in den Startlöchern steht, brodelt es hinter den Kulissen um eine radikalere "Clubsport"-Version. Mit satten 285 PS, einem mechanischen Sperrdifferenzial und einer simulierten Gangschaltung könnte dieser elektrische Kompaktsportler selbst eingefleischte Verbrenner-Fans auf seine Seite ziehen.

Mehr Power, mehr Grip, mehr Clubsport

Ursprünglich wurde der elektrische Kompakte aus Wolfsburg als brave Vernunftslösung vorgestellt. Doch mit dem ID. Polo GTI soll 2026 wieder echte Fahrdynamik in die bezahlbare Klasse einziehen. Während das Standard-GTI-Modell voraussichtlich mit etwa 226 PS auf die Straße rollt, scheint den Ingenieuren das noch nicht genug zu sein.

Aktuellen Berichten zufolge wird bereits intensiv an einer deutlich schärferen Clubsport-Variante gearbeitet. Die Leistung soll dabei auf gut 285 PS angehoben werden. Das wäre ein gewaltiger Sprung, der den Fronttriebler auf das Niveau der stärksten Konkurrenten in der neuen Elektro-Hot-Hatch-Klasse hieven würde. Damit diese Kraftabgabe nicht in haltlosem Reifenqualm verpufft, ist der Einsatz eines rein mechanischen Sperrdifferenzials geplant – ein echtes Upgrade gegenüber der elektronisch geregelten Basis-Einheit. Ein tiefergelegtes Sportfahrwerk und eine aggressivere Optik dürften das Paket abrunden.

Die Rückkehr der Emotionen: Schalten unter Strom

Das wohl spannendste Detail der Clubsport-Gerüchte betrifft jedoch nicht die reine Leistung, sondern das Fahrgefühl. Die Entwickler scheinen sich intensiv mit der Frage zu beschäftigen, wie ein lautloses Elektroauto echte GTI-Emotionen wecken kann. Die Lösung ist ebenso umstritten wie faszinierend: Eine per Software simulierte Gangschaltung samt passendem Sound.

  • Fahrerlebnis im Fokus: Das System soll die Leistungsentfaltung und die simulierten Schaltvorgänge eines klassischen Verbrennungsmotors imitieren.
  • Täuschend echt: Mit Schaltwippen am Lenkrad könnten Fahrer virtuell die Gänge wechseln, begleitet von einem eigens komponierten Soundtrack und einem simulierten Ruckeln beim Hochschalten.
  • Retro-Charme: Passend dazu soll sich das digitale Instrumentarium auf Knopfdruck in die klassischen analogen Uhren des allerersten Golf GTI aus den 1970er Jahren verwandeln.

"Das ist letztlich reine Software. Entscheidend sind die Steuerung des Motors und ein passender Soundtrack dazu..."

Hängt alles am Erfolg des Basis-GTI?

Ein Selbstläufer ist das ehrgeizige 285-PS-Projekt jedoch nicht. Aus Entwicklerkreisen heißt es, dass die Vorstandsetage dem Clubsport-Modell erst dann grünes Licht für die Serienproduktion geben wird, wenn der reguläre ID. Polo GTI bei den Kunden zündet.

Die Konkurrenz schläft derweil nicht. Mitbewerber haben längst die Lunte am elektrischen Kleinwagen-Segment gerochen und bringen Fahrzeuge mit knapp 280 PS auf den Markt. Sollte der elektrische VW also zum Kassenschlager werden, steht dem ultimativen E-Clubsport-Erlebnis wohl kaum noch etwas im Weg.