Lange haben wir gewartet, jetzt ist es offiziell: Der Volvo EX60 ist da. Und die wichtigste Nachricht vorweg: Volvo kleckert nicht, Volvo klotzt. Der Nachfolger des Bestsellers XC60 rollt nicht einfach nur elektrisch daher, er bringt eine völlig neue Technik-Architektur mit, die alles ändern soll. SPA3 heißt das Zauberwort – eine Plattform, die dank „Mega-Casting“ (wir kennen das von Tesla) nicht nur leichter und steifer ist, sondern auch Platz für riesige Batterien schafft.
Reichweiten-Hammer aus dem hohen Norden
Die Zahlen, die Volvo hier auf den Tisch legt, klingen fast zu gut, um wahr zu sein. Bis zu 810 Kilometer Reichweite nach WLTP versprechen die Schweden für die effizienteste Variante. Sollte sich das im Alltag auch nur annähernd bewahrheiten, wäre die Reichweitenangst endgültig Geschichte. Zum Vergleich: Ein Audi Q6 e-tron oder ein Porsche Macan Electric sind tolle Autos, aber bei der Reichweite müssen sie sich hier warm anziehen.
Laden schneller als der Kaffee durchläuft
Doch Reichweite ist nur die halbe Miete. Dank 800-Volt-Technik saugt der EX60 den Strom quasi im Vorbeigehen auf. Mit bis zu 400 kW Ladeleistung (in der Spitze) soll der Akku in unter 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent schnellen. Das ist Formel-1-Niveau für die Ladadesäule. Während mancher Konkurrent noch mit 400-Volt-Systemen hantiert, macht Volvo hier keine Kompromisse mehr.
Rechenzentrum auf Rädern
Im Inneren arbeitet das neue „HuginCore“-System. Klingt nach Science-Fiction, bedeutet aber vor allem eines: Rechenpower satt. Nvidia-Chips sorgen dafür, dass das Infotainment flutscht wie ein iPhone und die Assistenzsysteme (optional natürlich mit Lidar auf dem Dach) noch präziser arbeiten. Google ist wie gewohnt tief ins System integriert – wer sein Smartphone liebt, wird diesen Volvo lieben.
Preis-Ansage an die Konkurrenz
- Einstiegspreis: Los geht es wohl ab ca. 62.990 Euro.
- Marktstart: Die ersten Modelle sollen noch im ersten Halbjahr 2026 zu den Händlern rollen.
- Varianten: Heckantrieb (P6) für die Sparfüchse, Allrad-Performance (P10 & P12) für alle, die den Elch fliegen lassen wollen.
„Der EX60 ist kein Evolution-Modell, sondern ein Bruch mit der Vergangenheit. Neue Plattform, neue Software-Architektur und Werte, die der deutschen Premium-Konkurrenz Kopfzerbrechen bereiten dürften.“
Ob der EX60 das Versprechen auf der Straße halten kann, muss der erste Test zeigen. Aber eines ist sicher: Langweilig wird es in der Mittelklasse dieses Jahr definitiv nicht.