Nach dem ernüchternden Absturz der Quotenpreise in den letzten zwei Jahren gibt es endlich wieder gute Nachrichten für alle E-Mobilisten in Deutschland. Während sich viele 2025 noch mit mickrigen zweistelligen Beträgen oder knappen 100 Euro abspeisen lassen mussten, zeigt die Kurve für 2026 steil nach oben. Aktuelle Marktanalysen und Vergleiche zeigen: Der Erlös durch die THG-Prämie klettert in der Spitze auf bis zu 316 Euro.

Der Grund für diesen plötzlichen Aufwind ist ein Mix aus verschärfter Gesetzgebung und Marktbereinigung. Die gesetzliche Minderungsquote für Mineralölkonzerne steigt an, was den Druck erhöht, Zertifikate zu kaufen. Gleichzeitig scheinen die strengeren Kontrollen gegen betrügerische Biodiesel-Importe aus Asien endlich zu greifen, was das Überangebot an gefälschten „grünen“ Zertifikaten eindämmt.

Festpreis oder Zocker-Prämie?

Wer jetzt seine Quote für 2026 vermarktet, steht vor der klassischen Qual der Wahl. Die Anbieter überschlagen sich derzeit mit Lockangeboten, doch Vorsicht ist geboten:

  • Die Fix-Prämie: Sicherheitsbewusste Fahrer greifen zur garantierten Auszahlung. Diese liegt bei seriösen Anbietern derzeit oft zwischen 170 und 220 Euro. Das Geld fließt sicher, egal wie der Markt im Laufe des Jahres schwankt.
  • Die Flex-Prämie: Wer das Risiko nicht scheut, wählt das flexible Modell. Hier sind die besagten 316 Euro oder sogar noch mehr möglich. Der Haken: Fällt der Marktpreis wieder, könnte am Ende deutlich weniger auf dem Konto landen.

Warum man nicht ewig warten sollte

Auch wenn die Preise gerade steigen, ist der Markt volatil. Experten raten dazu, nicht bis zum letzten Tag des Jahres zu warten. Viele Vermittler bieten derzeit attraktive Konditionen, um sich Marktanteile zu sichern. Besonders lukrativ wird es übrigens für Besitzer von elektrischen Nutzfahrzeugen: Für E-Transporter (Klasse N1) werden teilweise bereits Beträge von über 470 Euro aufgerufen.

"Der Markt hat sich von den Tiefschlägen erholt. Wer jetzt vergleicht, holt endlich wieder die Ladekosten für mehrere Monate rein."

Ob die 316 Euro das Ende der Fahnenstange sind oder ob im Sommer noch mehr drin ist, bleibt Spekulation. Fest steht jedoch: Die Zeiten, in denen man die THG-Prämie frustriert links liegen ließ, sind 2026 definitiv vorbei.