Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt, doch für Millionen Autofahrer tickt bereits die Uhr. Während an der Zapfsäule der CO2-Preis die Preise treibt, droht vielen ein Verwarnungsgeld, wenn sie nicht bis zum 19. Januar handeln. Ein Überblick über die teuren Fallstricke und wenigen Lichtblicke des Autojahres 2026.
Wer hoffte, 2026 würde ein ruhiges Jahr für die Geldbörse, wird an der Tankstelle eines Besseren belehrt. Doch viel dringender als der Blick auf die Zapfsäule ist für viele der Griff zum Portemonnaie – genauer gesagt zum Führerschein. Denn eine wichtige Frist läuft in wenigen Tagen ab, und Ignoranz schützt hier nicht vor Strafe.
Die 19. Januar-Deadline: Wer jetzt tauschen muss
Der Zwangsumtausch der Führerscheine geht in die nächste, entscheidende Runde. Nachdem die alten „Papierlappen“ weitgehend Geschichte sind, geht es jetzt den ersten Scheckkarten an den Kragen. Konkret: Wer seinen Kartenführerschein zwischen 1999 und 2001 ausgestellt bekam, muss diesen bis zum 19. Januar 2026 gegen ein neues EU-Dokument tauschen.
Wer die Frist verpasst, riskiert bei einer Kontrolle ein Verwarnungsgeld von 10 Euro. Das klingt verschmerzbar, doch im Ausland können abgelaufene Dokumente zu deutlich massiveren Problemen führen – bis hin zum Vorwurf des Fahrens ohne gültige Dokumente. Ein Blick auf das Ausstellungsdatum (Feld 4a auf der Karte) schafft sofort Klarheit.
CO2-Preis: Der variable Preisschock
An der Tankstelle weht seit Jahresbeginn ein rauerer Wind. Die Zeiten der festen CO2-Preisstufen sind vorbei. Stattdessen ermittelt sich der Aufschlag nun erstmals über ein Auktionsverfahren innerhalb eines Korridors von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Experten rechnen damit, dass sich der Aufschlag für den Liter Benzin um rund 3 Cent und für Diesel sogar noch etwas stärker erhöht.
Insgesamt summieren sich die CO2-Abgaben damit auf fast 20 Cent pro Liter. Wer viel fährt, spürt das deutlich. Doch es gibt ein politisches „Trostpflaster“: Die Pendlerpauschale steigt und gilt ab 2026 mit 38 Cent bereits ab dem ersten Kilometer. Für Berufspendler mit weiten Wegen ist das eine spürbare Entlastung, die den Preisanstieg an der Säule zumindest steuerlich abfedern soll.
Blaue Plakette? Dann wird es Zeit
Ein kurzer Gang ums Auto verrät, ob Sie dieses Jahr Besuch vom Prüfingenieur bekommen. Leuchtet auf dem hinteren Kennzeichen eine blaue Plakette (mit der Zahl 26 in der Mitte), steht die Hauptuntersuchung an. Der Monat wird durch die Zahl auf der „12-Uhr-Position“ angezeigt.
Wer besteht, bekommt dieses Jahr eine braune Plakette, die bis 2028 gültig ist. Überziehen lohnt sich nicht: Wer den Termin um mehr als zwei Monate verpasst, zahlt 20 Prozent Aufschlag für eine „vertiefte Prüfung“ – und riskiert natürlich ein Bußgeld.
Euro 7 und E-Auto-Comeback
Technisch zieht die EU die Daumenschrauben an. Für neu entwickelte Fahrzeugtypen gilt ab November 2026 die viel diskutierte Euro-7-Norm. Sie reguliert erstmals nicht nur Auspuffgase strenger, sondern nimmt auch Bremsstaub und Reifenabrieb ins Visier. Das dürfte Neuwagen mittelfristig verteuern, sorgt aber für saubere Innenstädte.
Gute Nachrichten gibt es hingegen für E-Mobilisten: Nach dem Preisverfall der letzten Jahre erholt sich die THG-Quote (Treibhausgasminderungsquote). Dank verschärfter Vorgaben für Mineralölkonzerne könnten Halter von Elektroautos 2026 wieder mit Prämien von über 200 Euro rechnen – ein willkommener Bonus in einem ansonsten teuren Jahr.