Rivian hat Großes vor. Mit dem neuen Mittelklasse-Modell R2, das in diesen Wochen in den USA an die ersten Kunden übergeben wird, will der Hersteller endlich den Massenmarkt erobern. Bislang kannten Autokäufer die Marke vor allem durch die wuchtigen, teuren Premium-Modelle R1T und R1S. Der R2 hingegen soll langfristig bereits ab rund 45.000 US-Dollar zu haben sein und die Verkaufszahlen in die Höhe treiben. Doch ein klassisches Familien-SUV scheint den Ingenieuren nicht zu genügen.

Die Gerüchteküche brodelt: Kommt der R2X?

Während die ersten R2-Modelle im Stammwerk vom Band rollen, blickt der Firmenchef bereits in die Zukunft. In einem jüngsten Interview ließ er durchblicken, dass es weitere, noch völlig geheime Ausbaustufen des R2 geben wird. Da das geplante neue Werk im US-Bundesstaat Georgia von Beginn an auf hohe Flexibilität ausgelegt ist, sind verschiedene Karosserieformen problemlos machbar.

Auf die Frage nach einer möglichen Performance-Variante verwies der CEO vielsagend auf den bereits vorgestellten R3X – die sportliche Version des noch kleineren Crossovers R3.

"Es wird verschiedene Kombinationen geben. Es könnte also durchaus einen R2X geben".

Ein Pick-up für den schmaleren Geldbeutel

Noch spannender für viele Fans der Marke: Auch eine Pick-up-Variante auf Basis des R2 steht offen im Raum. Bislang müssen Käufer tief in die Tasche greifen, wenn sie eine offene Ladefläche mit dem markentypischen Design kombinieren wollen. Ein kompakterer, günstigerer Elektro-Pick-up könnte nicht nur den US-Markt umkrempeln, sondern wäre durch handlichere Abmessungen auch für europäische Straßen hochinteressant.

Was die Expansion für den Markt bedeutet

Sollte die R2-Familie tatsächlich um einen kleinen Pritschenwagen und einen extremen Offroader ergänzt werden, hätte das massive Auswirkungen:

  • Echter Preiskampf: Ein stylischer Elektro-Pick-up in einer erschwinglicheren Preisklasse fehlt bisher nahezu komplett.
  • Mehr Emotionalität: Eine mögliche Performance-Version mit grobstolligen Reifen und mehr Bodenfreiheit trifft genau den Zeitgeist.
  • Skaleneffekte: Durch die Nutzung derselben Plattform für mehrere Derivate lassen sich die Produktionskosten deutlich senken.

Es bleibt abzuwarten, wann genau die geheimen Varianten das Licht der Welt erblicken. Sicher ist jedoch: Die Marke ruht sich nicht auf dem bisherigen Erfolg aus, sondern formiert sich zum Großangriff im Volumensegment.