Es ist eine Kehrtwende, auf die viele Familien und Handwerker gewartet haben dürften. Vor knapp vier Jahren entschied der Stellantis-Konzern, seine beliebten Hochdachkombis nur noch rein elektrisch anzubieten. Die Folge: Die Preise schossen in Höhen, die für die klassische Zielgruppe kaum noch tragbar waren. Nun folgt die Rolle rückwärts. Ab sofort steht der Peugeot Rifter wieder mit klassischen Verbrennungsmotoren in der Preisliste – und wird damit auf einen Schlag über 11.000 Euro günstiger als sein elektrisches Pendant.

Das Comeback der Vernunft

Die Strategie „Electric Only“ erwies sich im preissensiblen Segment der Hochdachkombis als riskantes Manöver. Während Gewerbekunden weiterhin Verbrenner ordern durften, schauten Privatkunden in die Röhre. Mit dem Modelljahr 2026 korrigiert Peugeot diesen Kurs nun endgültig. Der Rifter ist nicht mehr nur ein teures Lifestyle-Elektroauto, sondern wieder der pragmatische Familienfreund, der er ursprünglich war.

Unter der Haube kehren alte Bekannte zurück, die nun die strengere Abgasnorm Euro 6e-bis erfüllen:

  • 1.2 PureTech Benziner: Der Einstieg gelingt mit dem 110 PS (81 kW) starken Dreizylinder-Turbo, gekoppelt an ein 6-Gang-Schaltgetriebe.
  • 1.5 BlueHDi Diesel: Für Vielfahrer gibt es den Selbstzünder in zwei Leistungsstufen – mit 100 PS (75 kW) oder 130 PS (96 kW).

Besonders erfreulich für Komfort-Liebhaber: Der stärkere Diesel lässt sich nun auch im kurzen Radstand mit der beliebten Achtstufen-Automatik EAT8 kombinieren.

Preisschock – im positiven Sinne

Der Blick auf die neue Preisliste dürfte für viele das stärkste Kaufargument sein. Während der elektrische E-Rifter weiterhin erst bei rund 38.000 Euro startet, senkt der wiedergekehrte Benziner die Einstiegshürde massiv.

"Mit einem Startpreis von 26.670 Euro für den Benziner wird der Rifter wieder für jene Familien erreichbar, die zuletzt zur Konkurrenz abwandern mussten."

Auch die Diesel-Varianten bleiben attraktiv: Der 100-PS-Diesel startet bei 27.270 Euro. Damit positioniert sich Peugeot wieder aggressiv gegen Konkurrenten wie den Renault Kangoo oder den VW Caddy.

Modellpflege zum neuen Jahr

Neben den Motoren bringt das Modelljahr 2026 auch technische Updates mit sich, um den neuen EU-Sicherheitsvorschriften (GSRV2.2) zu entsprechen. Zur Serienausstattung gehört nun eine kamerabasierte Fahreraufmerksamkeitswarnung. Wer sich dennoch für die Elektro-Variante entscheidet, profitiert von einer leicht verbesserten Wärmepumpe und einem bidirektionalen On-Board-Charger – doch die Musik spielt ab sofort wieder beim Verbrenner.