Wer schon einmal bei Minusgraden an einer Schnellladesäule stand und zusehen musste, wie der Akku die versprochenen Ladeleistungen im Schneckentempo ignoriert, kennt den Frust. Genau hier setzt die neueste Evolutionsstufe des elektrischen Franzosen an. Der Hersteller rüstet sein Crossover-Flaggschiff mit Technologien auf, die im Alltag einen echten Unterschied machen sollen – und verwandelt das Fahrzeug ganz nebenbei in eine rollende Steckdose.
Die Geheimwaffe gegen die Winter-Reichweitenangst
Das wohl wichtigste Upgrade versteckt sich tief in der Software: eine intelligente Batterievorkonditionierung. Wer das Navi auf eine Schnellladesäule programmiert, gibt dem Auto künftig den Befehl, den Akku schon während der Fahrt auf die perfekte Wohlfühltemperatur zu bringen. Das Resultat? Das lästige Warten in der Kälte hat ein Ende. An der Ladesäule angekommen, saugt der Wagen sofort mit maximaler Leistung den Strom in die Zellen. In rund 30 Minuten klettert der Akkustand so von 20 auf 80 Prozent.
Um den Energiespeicher im Alltag zusätzlich zu schonen, haben die Entwickler einen automatischen Ladestopp bei 80 Prozent integriert. Eine kleine, aber clevere Funktion, die die Lebensdauer der Batterie massiv verlängern kann.
Vom Crossover zum rollenden Kraftwerk
Der eigentliche Party-Trick des überarbeiteten Modells ist jedoch die sogenannte Vehicle-to-Load-Funktion, kurz V2L. Mit einem speziellen Adapter wird das E-Auto zur gigantischen Powerbank für unterwegs.
Egal ob beim Campingausflug oder auf der abgelegenen Baustelle:
- Das leere E-Bike lässt sich bequem direkt am Auto wieder aufladen.
- Elektrische Werkzeuge können ohne lästiges Kabelverlegen in der Natur betrieben werden.
- Eine Kaffeemaschine beim Picknick lässt sich mühelos anschließen.
Die Hochspannungsbatterie liefert den nötigen Strom, sodass man völlig autark von festen Stromnetzen agieren kann.
"Das Ziel ist nicht nur emissionsfreies Fahren, sondern ein spürbarer Mehrwert im Alltag – und genau das liefert die neue V2L-Technologie."
Angriff im C-Segment
Mit sportlichen 213 PS an der Vorderachse, einer soliden Reichweite und einem aufgefrischten Design bläst die Marke zum Frontalangriff. Für gut 46.000 Euro rollt das Einstiegsmodell zu den Händlern. Wer wirklich auffallen möchte, bestellt den Wagen in der spektakulären neuen Lackierung, die je nach Lichteinfall extrem zwischen leuchtendem Gelb und tiefem Grün changiert. Ob das reicht, um die etablierte Konkurrenz aus Deutschland und Asien ins Schwitzen zu bringen, werden die ersten Praxistests auf unseren Straßen zeigen.