Eigentlich schien das Schicksal des Skoda Karoq mit dem Start seines brandneuen elektrischen Bruders Elroq längst besiegelt. Doch die tschechische Marke überrascht nun mit einem klaren Bekenntnis zum Verbrenner – allerdings in einer hochmodernen, elektrifizierten Form. Ein komplett neuer Karoq-Nachfolger wird derzeit in absoluter Rekordzeit entwickelt und soll bereits 2028 auf die Straßen rollen. Damit bläst der Hersteller nicht nur zum Angriff auf etablierte Rivalen, sondern nimmt vor allem die rasant wachsende Konkurrenz aus China ins Visier.

Rekordtempo im Entwicklungslabor

Normalerweise nimmt die Konstruktion eines völlig neuen Fahrzeugs im Volkswagen-Konzern mindestens vier Jahre in Anspruch. Für die nächste Generation des beliebten Familien-SUVs hat man sich jedoch ein deutlich sportlicheres Ziel gesetzt: In exakt drei Jahren soll das Auto entwickelt und startbereit sein.

Um dieses rasante Tempo zu erreichen, greifen die Ingenieure tief in den bestehenden Technik-Baukasten. Die bewährte MQB-Evo-Plattform, die bereits dem aktuellen Kodiaq, dem VW T-Roc und dem Cupra Formentor als Basis dient, liefert das grundlegende Fundament.

"Sobald man etwas Bestehendes hat, kann man viel schneller sein."

Plug-in-Hybrid statt E-Auto-Zwang

Während reine Elektroautos auf dem europäischen Markt aktuell mit Absatzproblemen kämpfen, setzt das neue Modell auf eine intelligente Doppelstrategie. Eine rein elektrische Variante des neuen Karoq ist nicht geplant – schließlich füllt der Elroq genau diese Rolle aus. Stattdessen liegt der Fokus auf innovativen Hybridantrieben, die das Beste aus beiden Welten vereinen.

Die neue Motorenpalette dürfte dabei folgende Highlights umfassen:

  • Effiziente Mild-Hybride für einen kostengünstigen und spritsparenden Einstieg in die Baureihe.
  • Ein leistungsstarker Plug-in-Hybrid, der sich die Antriebstechnik mit dem großen Kodiaq teilt und den Alltag stark elektrifizieren soll.
  • Auch klassische Verbrennungsmotoren wie Diesel für Langstreckenfahrer könnten im Programm bleiben, sofern sie die kommenden EU-Abgasnormen erfüllen.

Familienfreundlich und "Simply Clever"

Trotz der eiligen Entwicklungsphase sollen die typischen Markentugenden auf keinen Fall auf der Strecke bleiben. Viel Platz für Kind und Kegel, ein entspanntes, ablenkungsfreies Fahrgefühl sowie ein hochmodernes Cockpit mit großen Bildschirmen und Android-basiertem Infotainment-System stehen ganz oben im Lastenheft. Und natürlich bleiben die berühmten cleveren Alltagshelfer – vom Regenschirm in der Fahrertür bis zum Eiskratzer in der Heckklappe – auch in der neuen Generation an Bord.

Optisch wird sich der neue Hoffnungsträger an der frischen Designsprache der Marke orientieren, ähnlich wie die aktuelle Kombi-Studie Vision O, die weitaus progressiver auftritt. Ob der Neuling am Ende seinen vertrauten Namen behält oder einen frischen Titel verpasst bekommt, ist noch nicht endgültig bestätigt. Klar ist jedoch schon jetzt: Wer sich noch nicht bereit für den kompletten Umstieg auf ein reines E-Auto fühlt, darf sich auf ein echtes Kompakt-SUV-Highlight im Jahr 2028 freuen.