Eigentlich war die aktuelle Generation des Mercedes-Benz GLS bereits überarbeitet worden. Doch weil sich die Elektromobilität mancherorts schleppender verkauft als gedacht, halten die Stuttgarter ihre Verbrenner-Flaggschiffe mit einer zweiten, umfassenden Modellpflege frisch. Für das Modelljahr 2026 greifen die Entwickler dabei tief in die Technik- und Design-Kiste, um den GLS endgültig zur „S-Klasse unter den SUVs“ zu machen. Jetzt sind die Auftragsbücher geöffnet, und die Preisliste sorgt für erste Aha-Momente.
Ein Stern, der auf der Haube thront
Die auffälligste Änderung springt Betrachtern sofort ins Auge: Der GLS trägt künftig einen aufrecht stehenden Mercedes-Stern auf der Motorhaube – ein prestigeträchtiges Detail, das bislang primär den klassischen Luxuslimousinen und Maybach-Modellen vorbehalten war. Dazu wächst der Kühlergrill in der Breite, wird stärker strukturiert und erhält auf Wunsch einen beleuchteten Chromrahmen. Auch die Scheinwerfer wurden überarbeitet und setzen auf die neue Generation der Digital-Light-Technologie, die das Lichtfeld laut Hersteller um vierzig Prozent vergrößert. Am Heck verbindet nun eine elegante Leuchtleiste die neu gestalteten Rückleuchten im markanten Sternen-Design.
MBUX Superscreen und schlaue Fahrwerke
Im Innenraum wartet das wohl größte Upgrade: Der MBUX Superscreen zieht in den GLS ein und verwandelt das Cockpit serienmäßig in eine riesige, hochmoderne Glaslandschaft.
- Autonomie-Vorbereitung: Zehn Kameras, fünf Radare und zwölf Ultraschallsensoren scannen das Umfeld. Ein massives Software-Update (MB.OS) bereitet das SUV auf hochautomatisiertes Fahren der Stufe Level 2++ vor.
- Cloudbasiertes Fahrwerk: Das modifizierte Luftfahrwerk zieht sich in Echtzeit Cloud-Daten von anderen Fahrzeugen, um die Dämpfer schon vor der nächsten Fahrbahnschwelle perfekt einzustellen.
"Der GLS verkörpert eine zeitgemäße Vision von Luxus und digitaler Intelligenz, die durch Over-the-Air-Updates über Jahre hinweg aktuell bleibt."
Was kostet der Spaß? Die neuen Preise
Auch bei den Antrieben wurde nachgeschärft. Mercedes setzt im GLS weiterhin ausschließlich auf kräftige Verbrenner mit Mild-Hybrid-Technik – ein Plug-in-Hybrid bleibt anderen Baureihen vorbehalten. Zum Start stehen potente Sechszylinder-Diesel und -Benziner zur Verfügung, die bereits für künftige Abgasnormen gewappnet sind.
Mit dem Startschuss für die Bestellung herrscht nun auch Klarheit beim Budget. Dass der Ausflug in die absolute Luxusklasse nicht günstig wird, war nach den jüngsten Markt-Entwicklungen zu erwarten. Die neuen Listenpreise für den deutschen Markt starten wie folgt:
- GLS 350 d 4MATIC: ab 108.105 Euro
- GLS 450 4MATIC: ab 111.550 Euro
- GLS 450 d 4MATIC: ab 113.210 Euro
Für kommende V8-Versionen wie den GLS 580 oder die brachialen AMG- und Maybach-Derivate werden die Preise noch deutlich nach oben schießen. Wer das volle S-Klasse-Erlebnis für die ganze Familie inklusive sieben Sitzen sucht, muss also tief in die Tasche greifen.