Wer dachte, ein Facelift bedeutet lediglich ein paar neue Chromleisten und ein frisches Felgendesign, wird beim neuen Mercedes GLE eines Besseren belehrt. Das schwäbische SUV rollt mit Überarbeitungen an den Start, die in Summe fast schon an einen Generationswechsel grenzen. Vor allem im Innenraum und unter der Motorhaube bleibt buchstäblich kein Stein auf dem anderen.

Ein Interieur wie aus einem Science-Fiction-Film

Der vielleicht größte Wow-Effekt wartet hinter dem Lenkrad. Verabschieden Sie sich von der bekannten Dual-Screen-Optik, denn Mercedes bringt nun den gigantischen MBUX-Superscreen in den GLE. Drei hochauflösende Bildschirme unter einer durchgehenden Glasfläche verwandeln das Armaturenbrett in eine digitale Kommandozentrale.

  • Der Beifahrer bekommt ab sofort einen eigenen Touchscreen für Entertainment während der Fahrt.
  • Intelligente KI-Funktionen und smarte Sprachsteuerung sollen fast jeden physischen Knopfdruck überflüssig machen.
  • Neue, rechteckige Lüftungsdüsen ersetzen die bisherigen runden Elemente in der Mittelkonsole.

"Wir wollen nicht nur ein Auto bauen, sondern den perfekten digitalen Rückzugsort für den Alltag schaffen."

Schluss mit Reichweitenangst: Die neuen Hybrid-Kraftpakete

Doch auch für die Petrolheads unter den SUV-Fans gibt es erfreuliche Neuigkeiten. Alle reinen Verbrennungsmotoren werden nun standardmäßig mit einem leistungsstärkeren 48-Volt-Bordnetz und einem optimierten Startergenerator ausgestattet, der für noch spontaneren Boost sorgt.

Besonders bei den Plug-in-Hybriden (PHEV) macht Mercedes keine halben Sachen mehr: Die Stuttgarter setzen nun verstärkt auf souveräne Sechszylinder-Kombinationen anstelle der oftmals etwas angestrengt wirkenden Vierzylinder. Zudem lässt sich der Akku dank einer serienmäßigen 60-kW-Gleichstrom-Schnellladefunktion in rund 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent pushen. Wer behauptet da noch, Laden würde zu lange dauern?

Fliegender Teppich auf Rädern

Optisch macht das Update ebenfalls einiges her: Der neue, beleuchtete Kühlergrill mit seinen unzähligen kleinen Stern-Elementen und die gestochen scharfen "Digital Light"-Scheinwerfer sorgen für extremes Überholprestige. Um das wuchtige Gewicht des Luxus-SUVs beim Fahren zu kaschieren, kommt eine weiterentwickelte, cloudbasierte Luftfederung zum Einsatz. Diese "liest" Schlaglöcher regelrecht im Voraus und gleicht Unebenheiten so präzise aus, dass der morgendliche Kaffee im Becherhalter garantiert nicht mehr überschwappt.

Mit dem neuen GLE-Update zeigt Mercedes unmissverständlich, wer im Segment der Premium-SUVs künftig den Ton angeben möchte. Ob das reicht, um die Herzen der erfolgsverwöhnten BMW X5- und Audi Q7-Fahrer endgültig zu erobern, wird sich noch in diesem Jahr zeigen – die technischen Argumente der Stuttgarter sind jedenfalls extrem schwer zu ignorieren.