Die Mittelklasse steht unter Strom: Mercedes-Benz lüftet das Geheimnis um die erste vollelektrische C-Klasse. Mit einer beeindruckenden Reichweite von bis zu 800 Kilometern, rasanter 800-Volt-Ladetechnik und S-Klasse-Komfort wollen die Stuttgarter das Segment neu definieren. Doch reicht das, um der starken Konkurrenz endgültig die Rücklichter zu zeigen?
Ein Technologieträger für die Langstrecke
Bislang war die Reichweitenangst oft das stärkste Argument gegen ein Elektroauto auf der Langstrecke. Mit der neuen elektrischen C-Klasse gehört dieses Thema endgültig der Vergangenheit an. Den Anfang macht zunächst das allradgetriebene Topmodell, das mit rund 490 PS sportliche Fahrleistungen auf den Asphalt brennt und mit einer einzigen Batterieladung souveräne 760 Kilometer weit kommt. Im kommenden Jahr wird eine heckgetriebene Version nachgereicht, die sogar an der magischen Marke von 800 Kilometern nach WLTP kratzt. Möglich macht das ein massiver Energiespeicher mit knapp 95 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität sowie eine aerodynamisch extrem ausgefeilte Linienführung.
In 10 Minuten bereit für die Weiterreise
Was auf der Autobahn wirklich zählt, ist nicht nur die reine Ausdauer, sondern vor allem die Standzeit an der Ladesäule. Hier spielt die neue Limousine dank einer hochmodernen 800-Volt-Architektur ihre stärksten Trümpfe aus.
- Extreme Ladeleistung: Am Schnelllader zieht das Fahrzeug bis zu 330 kW Strom.
- Kurze Pausen: Unter idealen Bedingungen lassen sich in nur zehn Minuten rund 320 Kilometer Reichweite nachladen.
- Zweigang-Getriebe: Ein innovatives Getriebe an der Hinterachse sorgt nicht nur für einen fulminanten Ampelstart in nur 4,1 Sekunden auf Tempo 100, sondern hält den Energieverbrauch auch bei hohem Autobahntempo effizient niedrig.
S-Klasse-Feeling in der Mittelklasse
Optisch präsentiert sich der Neuzugang als absoluter Hingucker: Eine fließende, coupéhafte Silhouette, markante Leuchtelemente und ein illuminierter Kühlergrill machen sofort klar, dass hier die Zukunft vorfährt. Doch nicht nur das Äußere, sondern auch das Fahrwerk hat es in sich. Wer das optionale Luftfederfahrwerk ankreuzt und die serienmäßige Hinterachslenkung nutzt, erlebt einen Fahrkomfort, der an weitaus teurere Luxusliner erinnert. Der Wendekreis schrumpft dadurch fast auf Kleinwagen-Niveau.
"Diese Limousine will sich nicht für ihren Elektroantrieb rechtfertigen, sondern gerade daraus Stärke ziehen."
Damit bringt Mercedes ein klares Statement auf die Straße. Während sich Konkurrenten wie BMW mit ihren neuen Elektromodellen stark auf Fahrdynamik und ein fahrerzentriertes Cockpit fokussieren, kombinieren die Schwaben puren Luxus mit intelligentem Hightech-Antrieb. Wer oft lange Strecken bewältigen muss und keine Abstriche beim Premium-Gefühl machen möchte, für den dürfte die neue Elektro-C-Klasse schon bald ganz oben auf der Wunschliste stehen.