Eigentlich ist die vollelektrische G-Klasse – hochoffiziell als G 580 mit EQ Technologie bekannt – noch brandneu auf dem Markt. Trotzdem legt der Stuttgarter Autobauer für das Modelljahr 2026 bereits nach und spendiert dem elektrischen Offroad-König ein dezentes, aber wirkungsvolles Feintuning. Wer jedoch auf die lang ersehnte Revolution durch neue Batterie-Technologien gehofft hat, muss sich noch etwas gedulden. Stattdessen setzt man auf gezielte Software- und Hardware-Optimierungen bei der bestehenden Architektur.

Mehr Saft, weniger Wartezeit an der Ladesäule

Im Fokus der Überarbeitung stehen die Batterie und die Ladeperformance. Durch clevere Anpassungen konnte die nutzbare Kapazität des riesigen Stromspeichers von 116 auf nun 117 kWh minimal gesteigert werden. Das Resultat ist ein leichter Reichweitenzuwachs: Nach WLTP-Norm schafft der 587 PS starke Koloss nun bis zu 479 statt der bisherigen 473 Kilometer.

Doch viel wichtiger für den Alltag auf der Langstrecke ist das verbesserte Schnellladen.

  • Die maximale Ladeleistung mit Gleichstrom (DC) klettert von 200 auf 210 kW.
  • Der Standard-Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent verkürzt sich dadurch um drei Minuten auf nunmehr 29 Minuten.
  • Für das heimische Laden gibt es zudem einen optionalen 22-kW-Bordlader, der gegen Aufpreis den dicken Akku an der Wallbox deutlich flotter vollmacht.

Zurück zum klassischen Gesicht

Auch optisch hat sich das Designteam dem Feedback der Kundschaft angenommen. Die geschlossene Frontmaske fliegt offenbar aus dem Programm. Künftig rollt das Modell ausschließlich mit dem klassischen Kühlergrill vor, was dem Fahrzeug seinen rustikalen Ursprungs-Charakter zurückgibt. Hinzu kommen eine frische, auffällige Lackierung in hellem Mintgrün namens Aquamint sowie überarbeitete 20-Zoll-Leichtmetallfelgen.

"Insgesamt stellen die Änderungen einen evolutionären Schritt dar, der sich vor allem auf die Verfeinerung der zentralen Verbrauchereigenschaften konzentriert."

Ob diese Modellpflege reicht, um den Verkauf spürbar anzukurbeln, bleibt abzuwarten. Zuletzt machten Verbrenner-Modelle wie der potente G 63 noch den Löwenanteil der Verkäufe aus. Fest steht aber: Die kantige Ikone rüstet sich weiter konsequent für die elektrische Zukunft.