Der britische Sportwagenhersteller Lotus gibt sich noch lange nicht geschlagen und plant ein massives Update für sein letztes Verbrennermodell, den Emira. Obwohl die Marke den baldigen Übergang zur reinen Elektromobilität anstrebt, soll der Verbrenner mit einem fulminanten Knall gefeiert werden. Jüngste Gerüchte aus Branchenkreisen versprechen eine Kombination, die Autofans das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt: Das Fahrzeug soll drastisch an Gewicht verlieren und gleichzeitig deutlich mehr Power auf den Asphalt bringen.

Eigentlich hatte man mit dem Emira Turbo SE bereits eindrucksvoll vorgelegt. Dank des legendären Zweiliter-Vierzylinders vom Kooperationspartner Mercedes-AMG leistet der Mittelmotorsportler satte 400 PS und ist dabei fast 100 Kilogramm leichter als die klassische V6-Variante. Doch das reicht den Ingenieuren offenbar nicht aus. Das erklärte Ziel für die nahe Zukunft: Es soll der leistungsstärkste und leichteste Emira aller Zeiten werden.

Ein Achtzylinder im britischen Leichtgewicht?

Besonders spannend wird es beim Thema Antrieb. Der aktuelle 3,5-Liter-Kompressor-V6 hat zunehmend mit den strengen Vorgaben der kommenden Abgasnormen zu kämpfen. Als möglicher Ersatz steht nun eine echte Sensation im Raum: ein V8-Motor.

Die Konzernführung hat bereits durchklingen lassen, dass man die technische Machbarkeit eines Achtzylinders für künftige Modelle intensiv prüfe. Da eine enge technische Partnerschaft zu den Motorenbauern aus Affalterbach besteht, wäre ein Griff ins potente V8-Regal naheliegend. Ein bollernder Achtzylinder im leichten britischen Sportwagen? Das wäre eine brachiale Kampfansage an die europäische Konkurrenz.

Die Kunst des Weglassens

Mehr Zylinder bedeuten naturgemäß auch mehr Masse – eigentlich ein absolutes No-Go für die traditionelle Firmenphilosophie des Gründers Colin Chapman, die stets den Leichtbau predigt. Doch genau hier kommt die radikale Diät ins Spiel:

  • Innovative Werkstoffe: Ein exzessiverer Einsatz von Carbon bei Karosserie und Aerodynamik-Bauteilen dürfte das Mehrgewicht eines größeren Aggregats ausgleichen.
  • Puristisches Interieur: Leichte Rennsport-Schalensitze und das rigorose Entfernen von schwerem Dämmmaterial lassen die Kilos purzeln.
  • Fahrdynamik im Fokus: Ein verschärftes Motorsport-Fahrwerk gepaart mit neuen Schmiedefelgen reduziert gezielt die ungefederten Massen.

"Das Ziel ist nicht einfach nur mehr Leistung auf dem Papier, sondern die perfekte fahrerische Balance aus Agilität und kompromissloser Kraftentfaltung."

Ob es letztlich tatsächlich ein donnernder V8 wird oder ob die Ingenieure den bereits gewaltigen AMG-Vierzylinder auf jenseitige Leistungsstufen heben, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: In seiner nächsten – und vermutlich wirklich allerletzten – Ausbaustufe wird dieser Sportwagen garantiert nicht leise von der Bühne abtreten.