Vergessen Sie den kleinen, würfelförmigen Stadtflitzer, den Sie früher unter dem Namen Qubo kannten. Fiat hat das Namensschild entstaubt und an einen ausgewachsenen Hochdachkombi geklebt, der vor allem eines im Sinn hat: maximale Flexibilität für Familien, die eigentlich einen Bus bräuchten, aber keinen fahren wollen. Mit einer Länge von bis zu 4,75 Metern in der XL-Version zielt der neue Qubo L direkt auf die Lücke, die viele Vans hinterlassen haben.
Ein Innenraum wie ein Zauberwürfel
Das eigentliche Highlight verbirgt sich hinter den Schiebetüren. Fiat verspricht nicht weniger als 144 verschiedene Sitzkombinationen. Wie das geht? Die drei Einzelsitze in der zweiten Reihe lassen sich individuell verstellen oder umklappen, während die zwei Sitze in der dritten Reihe nicht nur auf Schienen verschiebbar, sondern bei Bedarf komplett herausnehmbar sind. Wer also am Wochenende erst die halbe Fußballmannschaft und danach das Baumaterial für den Garten transportieren muss, findet hier wohl immer das passende Layout.
"Flexibilität ist die neue Währung im Familiensegment. Wer 144 Möglichkeiten bietet, den Innenraum zu gestalten, gibt Eltern die Kontrolle über das Chaos zurück."
Diesel-Comeback und Elektro-Option
Unter der Haube zeigt sich Fiat pragmatisch. Entgegen dem reinen Elektro-Trend bei vielen Konkurrenten bleibt der Diesel für die Langstreckenfahrer im Programm. Ein 1,5-Liter-Selbstzünder mit bis zu 130 PS dürfte hierzulande viele Vielfahrer aufatmen lassen. Wer es lieber leise mag, greift zur Elektro-Version mit 136 PS und einer Reichweite von rund 345 Kilometern – genug für den Alltag, aber mit Planungsbedarf für die Urlaubsreise.
Praktisch bis ins Detail
Neben der Sitzakrobatik haben die Italiener auch an die kleinen Dinge gedacht:
- Magic Window: Die Heckscheibe lässt sich separat öffnen – ein Segen in engen Parklücken, wenn man schnell an den Kofferraum muss.
- Stauraum-Wunder: Ganze 27 Ablagefächer sind im Innenraum verteilt, vom Dachhimmel bis zum Fußraum.
- Beifahrer-Trick: Durch den umklappbaren Beifahrersitz lassen sich Gegenstände von bis zu drei Metern Länge einladen.
Preislich startet der Spaß bei kampflustigen knapp 25.500 Euro. Damit positioniert sich der Qubo L als erschwingliche Alternative im riesigen Stellantis-Van-Universum, wo er sich die Technik mit Geschwistern wie dem Citroën Berlingo oder dem Opel Combo teilt – allerdings mit einer ganz eigenen, italienischen Note bei der Preisgestaltung.