Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Ein nagelneues Elektroauto für den Preis eines hochwertigen E-Bikes oder eines gebrauchten Kleinwagens mit hoher Laufleistung. Doch genau dieses Szenario ist seit wenigen Tagen Realität – zumindest für eine bestimmte Käufergruppe. Dacia hat bestätigt, dass der Basispreis des ohnehin günstigen Spring durch die aktuelle Rabatt-Schlacht auf effektiv 5900 Euro gedrückt werden kann. Möglich macht dies das Zusammenspiel aus einem befristeten Hersteller-Bonus und der jüngst verkündeten Neuauflage der staatlichen E-Auto-Prämie.
So funktioniert die 5900-Euro-Rechnung
Der reguläre Listenpreis für das Facelift-Modell des Dacia Spring startet bei rund 16.900 Euro. Um auf den Sensationspreis zu kommen, müssen Kunden zwei Hebel in Bewegung setzen. Erstens gewährt der Hersteller aktuell einen massiven „Elektro-Bonus“ von 5000 Euro, der den Preis direkt beim Händler auf 11.900 Euro senkt. Dieser Rabatt gilt für Vertragsabschlüsse bis Ende Februar 2026.
Der zweite und entscheidende Schritt ist die neue staatliche Förderung. Haushalte, die bestimmte Einkommensgrenzen unterschreiten und Kinder haben, können laut dem neuen Förderkonzept bis zu 6000 Euro Zuschuss beantragen. Wer diesen Höchstsatz ausschöpft, landet am Ende bei einer Summe von nur noch 5900 Euro für einen Neuwagen.
Technik-Update zum Discounter-Tarif
Skeptiker mögen einwenden, dass man für diesen Preis nur Verzicht auf vier Rädern bekommt. Doch Dacia hat den Spring zum Modelljahr 2026 deutlich aufgewertet. Das Fahrzeug kommt nun standardmäßig mit einem robusteren LFP-Akku (Lithium-Eisenphosphat) und stärkeren Motoren, die wahlweise 70 oder 100 PS leisten – ein spürbares Plus gegenüber den schwachbrüstigen Vorgängern.
- Reichweite: Bis zu 225 Kilometer nach WLTP
- Laden: DC-Schnellladen nun mit bis zu 40 kW
- Ausstattung: Modernisiertes Cockpit und verbesserte Assistenzsysteme
„Wir sehen hier eine Marktsituation, in der ein vollwertiges Elektroauto plötzlich günstiger ist als viele Verbrenner-Alternativen auf dem Gebrauchtwagenmarkt.“
Wer schnell ist, spart doppelt
Der Haken an der Geschichte ist das enge Zeitfenster. Der Hersteller-Rabatt ist vorerst bis Ende Februar begrenzt, und auch die staatlichen Fördertöpfe sind erfahrungsgemäß schnell erschöpft. Zudem müssen Interessenten genau prüfen, ob sie die Kriterien für den vollen Staatszuschuss erfüllen – insbesondere die Einkommensgrenzen sind strikt gezogen. Für alle, die durch das Raster fallen, bleibt der Spring mit knapp 12.000 Euro nach Herstellerabzug aber dennoch eines der günstigsten Elektroautos auf dem deutschen Markt.