Die Katze ist aus dem Sack: Mit dem Cupra Raval feiert der erste bezahlbare Elektro-Kleinwagen des VW-Konzerns seine Weltpremiere. Während alle auf den elektrischen VW Polo oder den Škoda Epiq warten, preschen die Spanier vor. Sie präsentieren einen angriffslustigen Kompakt-Stromer, der pünktlich zum Sommer 2026 die Straßen erobern soll.
Nach jahrelanger Vorfreude und der viel beachteten Konzeptstudie ist die Serienversion endlich da. Benannt nach dem angesagten Barceloner Stadtteil El Raval, bringt das Auto ordentlich spanisches Feuer ins sonst oft biedere Kleinwagensegment. Und das Beste daran: Er sieht nicht nur unverschämt gut aus, sondern schont mit einem Einstiegspreis von knapp 26.000 Euro auch den Geldbeutel.
Kompakte Maße, riesiger Kofferraum
Obwohl der Raval mit einer Länge von rund 4,05 Metern extrem stadtfreundlich bleibt, bietet er im Innenraum erstaunlich viel Platz. Dank der optimierten MEB+-Plattform, bei der der Antrieb an die Vorderachse wandert, wächst das Kofferraumvolumen auf stattliche 430 bis 441 Liter an. Damit übertrifft der feurige Spanier sogar seinen größeren Bruder, den Cupra Born, beim Stauraum.
Technik, die begeistert
Unter der Haube haben Käufer die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Motorisierungen und zwei Akkugrößen:
- Das Einstiegsmodell: Für rund 25.950 Euro gibt es eine 37-kWh-Batterie mit 85 kW (116 PS) und rund 300 Kilometern Reichweite.
- Die Dauerläufer: Die mittleren Versionen setzen auf einen 52-kWh-Akku und leisten bis zu 155 kW (211 PS). Die Reichweite kratzt hier an der magischen 450-Kilometer-Marke.
- Das VZ Extreme Topmodell: Satte 166 kW (226 PS) katapultieren die elektrische Rennsemmel in 6,8 Sekunden auf Tempo 100.
"Der Cupra Raval definiert die urbane Mobilität neu und stellt herkömmliche Konventionen gezielt infrage."
Auch im Innenraum geizt Cupra nicht mit Reizen. Das Infotainmentsystem läuft über ein riesiges 12,9-Zoll-Display auf Android-Basis. Musikliebhaber dürfen sich über ein optionales Soundsystem freuen, während sportlich ambitionierte Fahrer im VZ-Modell in echten Cup-Bucket-Sitzen Platz nehmen. Ein elektronisches Sperrdifferenzial an der Vorderachse sorgt zudem dafür, dass die Kraft auch in engen Kurven nicht verpufft.
VWs cleverer Schachzug
Dass Cupra den Vortritt im Konzern bekommt, kommt nicht von ungefähr. Entwickelt und gebaut wird der Raval – genau wie seine künftigen Konzern-Geschwister – im spanischen Martorell. Die Marke mit dem kupferfarbenen Logo spricht gezielt ein jüngeres, designaffines Publikum an, das beweisen soll, dass Elektromobilität längst nicht mehr langweilig sein muss.
Wer sich einen der begehrten Flitzer sichern möchte, sollte sich bereithalten: Der offizielle Marktstart in Deutschland ist für den Sommer 2026 angesetzt.