Das Warten hat ein Ende: Pünktlich zum Frühjahr hat die spanische Volkswagen-Tochter das heiß ersehnte Facelift des Cupra Born für 2026 enthüllt. Was auf den ersten Blick wie eine gewöhnliche Modellpflege wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als radikales Reifezeugnis. Die Ingenieure haben genau dort angesetzt, wo das bisherige Modell im Alltag geschwächelt hat – und gleichzeitig die sportliche DNA der Marke noch spitzer herausgearbeitet. Der Vorverkauf für den überarbeiteten Kompaktstromer startet im zweiten Quartal, bevor er voraussichtlich im Sommer offiziell auf unsere Straßen rollt.

Haifischnase und leuchtende Logos

Optisch macht der neue Born unmissverständlich klar, dass er mehr sein will als nur der emotionale Bruder des VW ID.3. Die Front ziert nun eine angriffslustige "Sharknose", flankiert von markanten Matrix-LED-Scheinwerfern mit der markentypischen Dreiecks-Signatur. Leicht überarbeitete Schürzen lassen das Elektroauto nicht nur satter auf der Straße stehen, sondern strecken es auch um gut zwölf Millimeter. Am Heck zieht ein neues, durchgehendes Leuchtenband die Blicke auf sich – das absolute Highlight ist jedoch das nun rot beleuchtete Cupra-Logo, das bei Dunkelheit für einen extremen Wiedererkennungswert sorgt.

Comeback der echten Tasten

Die vielleicht beste Nachricht für alle genervten Fahrer wartet im Innenraum. Cupra hat auf die massive Kritik gehört und das oft verfluchte Lenkrad mit den fehleranfälligen Touch-Slidern ausgemustert. Stattdessen gibt es endlich wieder echte, physische Tasten.

Auch digital rüstet der Spanier mächtig auf: Das ehemals winzige 5,3-Zoll-Display hinter dem Lenkrad wächst auf stattliche 10,25 Zoll und bietet nun deutlich mehr Platz für Navigationskarten und Fahrdaten. Das zentrale Infotainment-Display misst ab sofort 12,9 Zoll. Zudem setzt der Hersteller massiv auf Nachhaltigkeit und verwendet in den Sitzen und Türverkleidungen Materialien mit bis zu 75 Prozent Recyclinganteil sowie aufbereitetes Meeresplastik.

Mehr Reichweite, mehr Power

Unter dem Blechkleid hat sich ebenfalls einiges getan. Die Effizienz wurde gesteigert, was sich in einer spürbar höheren Reichweite niederschlägt. Zum Marktstart im Sommer 2026 stehen drei Varianten zur Wahl:

  • Born Plus: Das Basismodell liefert 190 PS (140 kW) und eine 58-kWh-Batterie für rund 450 Kilometer Reichweite nach WLTP.
  • Born Endurance: Die goldene Mitte bringt 231 PS (170 kW) auf die Hinterachse und knackt mit dem großen 79-kWh-Akku die magische 600-Kilometer-Marke.
  • Born VZ: Das Topmodell für Sport-Fanatiker leistet brachiale 326 PS (240 kW), verfügt ebenfalls über die 79-kWh-Batterie und schafft knapp 600 Kilometer am Stück.

"Der neue Cupra Born beweist eindrucksvoll, dass ein Facelift nicht nur optische Kosmetik sein muss, sondern ein Auto funktional und emotional auf das nächste Level heben kann."

Wer es eilig hat, darf sich über eine Ladeleistung von bis zu 185 kW (beim 79-kWh-Akku) freuen, mit der sich der Born am Schnelllader keine Blöße mehr gibt. Preise hat Cupra bislang noch nicht offiziell kommuniziert, Brancheninsider rechnen jedoch mit einem moderaten Aufschlag aufgrund der stark aufgewerteten Serienausstattung.