Die Monterey Car Week ist weltberühmt für ihre dichte Ansammlung seltener und unbezahlbarer Automobile. Doch was Brabus am 14. August 2026 am Pebble Beach Resort präsentiert, sprengt selbst in diesem elitären Umfeld den Rahmen. Der Brabus Bodo Roadster, der im Rahmen der legendären Auto-Woche in Kalifornien seine Weltpremiere feiert, ist das offene Gegenstück zum gefeierten Bodo Coupé und verkörpert die extreme Speerspitze dessen, was im modernen Karosseriebau möglich ist.

Das Erbe von Bodo Buschmann: Ein Traum in Carbon

Hinter dem provokanten Namen steckt eine emotionale Familiengeschichte. Das Fahrzeug ist eine Hommage an Bodo Buschmann, den legendären Gründer von Brabus, der das Unternehmen im Jahr 1977 in Bottrop aufbaute und 2018 verstarb. Sein Sohn Constantin Buschmann, heute an der Spitze des Veredlers, hat den lang gehegten Traum seines Vaters von einem eigenen, kompromisslosen Grand Tourer Wirklichkeit werden lassen.

Das „77“-Logo am Fahrzeug verweist stolz auf das Gründungsjahr und die strenge Limitierung des geschlossenen Coupés auf weltweit 77 Einheiten. Während das Coupé bereits für Furore sorgte, öffnet der Roadster nun den Himmel für ein noch intensiveres, ungefiltertes Fahrerlebnis. In der offiziellen Präsentation erinnert sich Constantin Buschmann an die Vision seines Vaters:

„Ich möchte ein großes Coupé bauen“, so Brabus-Chef Constantin Buschmann über die oft wiederholten Worte seines Vaters Bodo. „Einen Gran Turismo. Selbstbewusst, hochklassig, kompromisslos. Inspiriert vom goldenen Zeitalter des Automobils – und übersetzt in die Moderne.“

1.000 PS und ein V12-Soundtrack der Extraklasse

Unter der endlos langen Motorhaube des Brabus Bodo Roadster schlägt ein mechanisches Kunstwerk. Anders als bei den meisten Brabus-Projekten dient hier kein Mercedes-Benz als Basis, sondern das britische Flaggschiff Aston Martin Vanquish (beim Roadster folgerichtig die offene Volante-Version). Der von Aston Martin stammende 5,2-Liter-V12-Biturbomotor wurde von den Bottroper Ingenieuren tiefgreifend überarbeitet.

Das Ergebnis der Kraftkur ist schier unglaublich:

  • Die Leistung klettert auf spektakuläre 1.000 PS (735 kW).
  • Das maximale Drehmoment liegt bei brutalen 1.200 Nm.
  • Ein optimiertes 8-Gang-Automatikgetriebe leitet die Kraft exklusiv an die Hinterräder.

Obwohl die exakten Fahrleistungen des Roadsters noch final validiert werden, dürften sie sich eng am Coupé orientieren. Das bedeutet: In nur 3,0 Sekunden sprintet der Luxus-Athlet aus dem Stand auf Tempo 100. Erst bei elektronisch abgeregelten 360 km/h wird dem Vortrieb ein Ende gesetzt. Um diese Kraft kontrollierbar zu machen, kommen ein elektronisch gesteuertes Differenzial und ein maßgeschneidertes, mehrstufiges Traktionskontrollsystem zum Einsatz.

Einzigartiges Design aus der Bottroper Carbon-Schmiede

Optisch unterscheidet sich der Bodo Roadster grundlegend vom Serien-Aston-Martin. Nahezu die gesamte Karosserie besteht aus hochfestem, ultraleichtem Sicht-Carbon. Brabus-typische Aerodynamikelemente prägen das aggressive Gesicht: Die markante Frontschürze mit vergrößerten Lufteinlässen und der mächtige Frontspoiler sorgen für signifikanten Abtrieb bei Höchstgeschwindigkeiten. In den Kühlergrill integrierte Ram-Air-Kanäle pressen zusätzliche Atemluft direkt in die Turbolader des V12.

Am Heck dominiert eine spektakuläre Lichtgrafik mit jeweils sieben LED-Segmenten pro Seite, in deren Mitte der Brabus-Schriftzug stolz leuchtet. Darunter runden ein martialischer Carbon-Diffusor und vier rechteckige, paarweise angeordnete Titan-Endrohre das brachiale Design ab.

Exklusivität für siebenstellige Summen

Wer sich Hoffnungen auf ein Exemplar des Brabus Bodo Roadster macht, benötigt nicht nur hervorragende Kontakte nach Bottrop, sondern vor allem ein prall gefülltes Bankkonto. Während das Coupé ab rund einer Million Euro netto (was in Deutschland inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer einem Bruttopreis von rund 1,19 Millionen Euro entspricht) startet, dürfte der Roadster preislich noch eine Schippe drauflegen.

Jedes Fahrzeug wird in Manufakturarbeit komplett nach den Wünschen des Kunden gefertigt, was den Preis je nach Extrawünschen weiter in die Höhe treibt. Wie extrem diese Individualisierung ausfallen kann, zeigt das erste bereits ausgelieferte Kundenfahrzeug des Coupés in Dubai, das komplett in grün eingefärbtem Sicht-Carbon und passendem grünen Lederinterieur glänzt. Für die Besucher der Monterey Car Week wird die offene Weltpremiere am 14. August 2026 zweifellos einer der emotionalsten und lautesten Momente des Autojahres.