Auch wenn die Gerüchteküche schon lange brodelte, ist es nun offiziell: Ab Spätsommer 2026 wird das Kompakt-Coupé aus Garching mit dem intelligenten Allradantrieb M xDrive ausgeliefert. Während die heckgetriebene Variante weiterhin für Traditionalisten im Angebot bleibt, richtet sich der Neuzugang an Fahrer, die maximale Traktion bei jeder Witterung und noch brachialere Beschleunigungswerte fordern.
Die Technik im Detail: Schneller, aber auch schwerer
Unter der Haube des neuen BMW M2 xDrive schlummert weiterhin der bekannte Dreiliter-Biturbo-Reihensechszylinder (S58), der auch künftig starke 480 PS leistet. Dank der überlegenen Kraftverteilung auf beide Achsen verbessert sich die Zeit für den Standardsprint auf 100 km/h um beachtliche 0,3 Sekunden auf nunmehr 3,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt serienmäßig bei 250 km/h, kann jedoch mit dem optionalen M Driver’s Package auf rasante 285 km/h angehoben werden.
Doch der Traktionsvorteil hat buchstäblich seinen Preis auf der Waage: Das zusätzliche Allradsystem bringt ein Mehrgewicht von 85 Kilogramm mit sich. Gekoppelt ist der Allrad-M2 zudem zwingend an die Achtgang-Automatik M Steptronic – wer die Gänge lieber selbst einlegt, muss weiterhin zum reinen Hecktriebler greifen.
Innovation unter der Haube: Die M Ignite Technologie
Ein technisches Highlight, das mit dem Allrad-Modell Einzug hält, ist die neue BMW M Ignite Technologie. Dahinter verbirgt sich ein patentiertes Vorkammer-Verbrennungsverfahren, das seinen Ursprung im Motorsport hat.
- Es sorgt durch eine zusätzliche kleine Brennkammer für eine deutlich effizientere Verbrennung im Hochlastbereich.
- Der Kraftstoffverbrauch, insbesondere bei harter Beanspruchung auf der Rennstrecke, sinkt spürbar, ohne dass die Leistung beeinträchtigt wird.
- Die innovative Technik ist ein entscheidender Baustein zur Erfüllung der strengen Euro-7-Abgasnorm, die ab Ende 2026 verbindlich wird.
Drift-Modus rettet die klassische M-Seele
Die wichtigste Botschaft für alle Quer-Treiber und Puristen: Der M2 vergisst seine Wurzeln nicht. Das Allradsystem ist extrem hecklastig ausgelegt. Im Alltag und beim dynamischen Cruisen arbeitet das System fast ausschließlich über die Hinterachse; die Vorderachse hilft erst dann mit, wenn es an der Traktionsgrenze eng wird.
"Ein zuschaltbarer 2WD-Modus verwandelt den M2 xDrive bei komplett deaktiviertem DSC auf Knopfdruck wieder in eine reine Heckschleuder – der puristische Fahrspaß bleibt also in vollem Umfang erhalten."
Wer sich den allradgetriebenen Kraftzwerg in die heimische Garage stellen möchte, muss in Deutschland einen Grundpreis von 81.300 Euro einplanen. Das sind durchaus faire 3.000 Euro Aufpreis gegenüber dem regulären Modell mit Achtgang-Automatik. Pünktlich zum Marktstart spendiert die M GmbH dem G87 zudem eine exklusive, neue Lackierung namens "Borusan Turkish Blue", die das ohnehin breite Grinsen der neuen M2-Besitzer noch weiter in die Länge ziehen dürfte. Ob das zusätzliche Gewicht den agilen Charakter trübt oder der Allradantrieb den BMW M2 endgültig in die Liga der unschlagbaren Supersportler-Schrecks katapultiert, werden die ersten Testfahrten beweisen müssen.