Lange Zeit wurde spekuliert, ob die kompakte Einstiegsklasse im Premiumsegment überhaupt eine Zukunft hat. Doch nun ist es ein offenes Geheimnis: Der bayerische Hersteller schickt seinen Bestseller, den 1er, voraussichtlich ab 2028 in ein neues, vollelektrisches Zeitalter. Anstatt das Segment kampflos der Konkurrenz zu überlassen oder ausschließlich auf wuchtige Crossover zu setzen, bleibt das klassische Schrägheck erhalten – allerdings mit revolutionärer Technik unter dem Blech.
Die Revolution unter dem Blechkleid
Für die elektrische Neuauflage wird eine eigens entwickelte und hochmoderne Elektro-Plattform genutzt, die intern als Vorreiter für die nächste Fahrzeuggeneration gilt. Das bedeutet, dass der Stromer nicht einfach ein umgerüsteter Verbrenner sein wird. Vielmehr greift er auf die fortschrittlichen Batterie- und Antriebstechnologien der künftigen Mittelklasse- und Luxusmodelle der Marke zurück.
Gleichzeitig verabschiedet sich das Unternehmen nicht komplett von der alten Welt: Parallel zum Elektro-Pionier sollen modifizierte Varianten mit Verbrennungs- und Hybridmotoren angeboten werden, die allerdings auf einer abweichenden, auf Frontantrieb ausgelegten Architektur basieren.
Rückkehr zu alten Tugenden
Das absolute Highlight für sportlich ambitionierte Fahrer dürfte jedoch die Antriebsart des neuen Elektro-Kompakten sein. Während die aktuellen Verbrenner-Generationen der Modellreihe fast ausschließlich auf Frontantrieb setzen, bringt die neue Elektro-Architektur ein altbekanntes und von Fans heiß geliebtes Feature zurück: den dynamischen Heckantrieb.
Darüber hinaus deuten erste Branchen-Informationen auf vielversprechende Leistungsdaten hin:
- In der Spitze werden für die vollwertigen Alltagsversionen bis zu 326 PS (240 kW) erwartet.
- Eine spätere High-Performance-Variante mit intelligentem Allradantrieb und zwei Elektromotoren gilt als sehr wahrscheinlich.
- Dank optimierter und kompakterer Batteriepakete wird eine realistische Reichweite im Bereich von rund 600 Kilometern angepeilt.
Strategische Kampfansage an die Konkurrenz
Dass der Konzern dem kompakten Segment die Treue hält, ist kein Zufall. Besonders in den südeuropäischen Kernmärkten wie Italien, Spanien und Frankreich ist die Baureihe ein absoluter Verkaufsschlager. Zudem gilt sie als essenzieller Türöffner, um jüngere Käufergruppen frühzeitig an die eigene Flotte heranzuführen.
"Wenn man die Marke dynamisch und jung halten will, ist ein zugängliches Einstiegsmodell in die eigene Fahrzeugwelt schlichtweg unverzichtbar."
Mit diesem mutigen Schritt positioniert sich der Autobauer klar gegen Mitbewerber, die sich zunehmend aus der kleinen Fahrzeugklasse zurückziehen. Wenn der elektrische 1er in wenigen Jahren auf den Markt rollt, dürfte er das Segment der sportlichen Stromer auf Anhieb ordentlich aufmischen.